Im Zeitplan: Die Arbeiten am neuen Feuerwehrgerätehaus für den Löschzug Kilver laufen wie geplant. - © Foto: Niklas Krämer
Im Zeitplan: Die Arbeiten am neuen Feuerwehrgerätehaus für den Löschzug Kilver laufen wie geplant. | © Foto: Niklas Krämer

Rödinghausen Neue Heimat des Löschzugs Kilver nimmt Konturen an

Feuerwehrgerätehaus an der Kilverstraße: Feuerwehrkameraden, Handwerker und Vertreter der Gemeinde feiern Richtfest. Der Bau kostet etwa 1,2 Millionen Euro, realisiert wird er von einem Investor

Niklas Krämer

Bernd Wittkötter schaut genau hin. "Ein Stück nach Süden", ruft der Chef des Löschzugs Kilver den beiden Zimmermeistern, die auf dem Gerüst stehen, zu. Die Handwerker verschieben den Richtkranz ein Stück nach links. "Perfekt", sagt Wittkötter und hebt den Daumen. Die Richtkrone ist an Ort und Stelle, die Zimmermeister befestigen ihn mit Nägeln. Das neue Feuerwehrgerätehaus für den Löschzug Kilver an der Kilverstraße nimmt sichtbare Konturen an. Ende März hatten erst die Bauarbeiten begonnen, nun wurde Richtfest gefeiert. Und die erste Frage richtete sich direkt an Wittkötter. Wie ihm denn bisher das neue Zuhause seines Löschzugs gefalle, wollte ein Handwerker wissen. "Gut", antwortete Wittkötter. Ein paar Minuten später war ihm die Vorfreude deutlich anzumerken. "Wir haben lange darauf gewartet", sagte er. "Unser jetziges war einfach zu klein. Wir hatten sogar die Umkleiden mit im Gerätehaus." Besserer Standort Im neuen Feuerwehrgerätehaus ist die Halle getrennt von den Umkleidekabinen. Insgesamt entstehen rund 725 Quadratmeter Nutzfläche, davon sind etwa 400 Quadratmeter für Besprechungs-, Lager- und Aufenthaltsräume gedacht. Auch der Standort der neuen Heimat - direkt an der Kilverstraße, neben dem Neubaugebiet "Zur alten Schmiede" und näher am Ortskern Bruchmühlen - sei ein Vorteil. "Wo unser altes Feuerwehrhaus ist, wusste so mancher Rödinghauser nicht einmal", sagte Wittkötter. Zur Aufklärung: Das Gebäude liegt - etwas versteckt - in der Nähe der Kreuzung Kilverstraße /Bruchmühlener Straße in Westkilver. Doch das ist bald Geschichte, auf den Löschzug Kilver wartet ein moderner Bau. Etwa 1,2 Millionen Euro kostet laut Bürgermeister Ernst-Wilhelm Vortmeyer das neue Gerätehaus. Realisiert wird es von einem Investor, der aus Rödinghausen kommt. Anwesend war er beim Richtfest jedoch nicht. "Die Gemeinde wird das Gebäude dann langfristig anmieten", sagte Vortmeyer. Im Fachjargon wird dabei von einer öffentlich-privaten Partnerschaft, einem ÖPP-Modell, gesprochen. Fertigstellung ist für Herbst geplant Hinter dem neuen Feuerwehrgerätehaus ist momentan eine große, grüne Wiese. Das soll sich laut Vortmeyer aber ändern: Dort ist der Bau einer Kindertagesstätte angedacht. "Wir sind voll im Zeitplan", sagte Architekt Stefan Bäunker. Als nächstes werde die Halle verkleidet und das Dach abgedichtet. "Wenn der Bau dicht ist, können wir im Gebäude weitermachen", sagte Bäunker. Eröffnet werden soll das neue Feuerwehrhaus im Herbst diesen Jahres. Bernd Wittkötter blickte auf die Außenwände: "Ja, im Moment kann ich mir vorstellen, dass wir hier bald einziehen werden. Es nimmt Formen an."

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