Wertvoller Fund: Die Seekuh aus dem Doberg lebte vor rund 25 Millionen Jahren. Ihr Skelett ist etwa 3,50 Meter lang. Im Doberg-Museum kann man das Skelett begutachten. - © Dominique Reiz
Wertvoller Fund: Die Seekuh aus dem Doberg lebte vor rund 25 Millionen Jahren. Ihr Skelett ist etwa 3,50 Meter lang. Im Doberg-Museum kann man das Skelett begutachten. | © Dominique Reiz

Bünde/Rödinghausen Mehr Touristen kamen im vergangenen Jahr ins Bünder Land

Urlaub und Geschäftsreisen: Der gesamte Kreis Herford verbucht ein Plus. In der Tabakstadt sind zwar etwas weniger Gäste gekommen, dafür blieben sie im Schnitt länger. Rödinghausen verbucht einen großen Zuwachs gegenüber dem Vorjahr

Carina Hörstemeier
Katharina Georgi

Der Kreis Herford war im vergangenen Jahr ein Magnet für Besucher aus dem In- und Ausland. Das besagen aktuelle Zahlen des statistischen Landesamtes IT NRW. Demnach besuchten 98.422 Gäste Beherbergungsbetriebe (mit mindestens zehn Gästebetten und auf Campingplätzen) im Kreis. Das ist ein Plus von 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In Bünde gingen die Zahlen leicht zurück. BÜNDE Vergangenes Jahr kamen 11.759 Gäste nach Bünde. 2016 waren es noch über 1.000 Touristen mehr. „2017 hat sich abgezeichnet, dass es in der ersten Jahreshälfte noch einen leichten Zuwachs an Gästen gab, die Zahl in der zweiten Jahreshälfte aber eingebrochen ist“, sagt Doris Greiner-Rietz, Sprecherin der Stadt Bünde. Die Gäste verbrachten 26.699 Nächte in den Bünder Hotels und Unterkünften, ein Minus von 7,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 2017 kamen 1.086 Touristen aus dem Ausland. „Den größten Zuwachs von ausländischen Gästen gab es aus Polen und Österreich“, erklärt Greiner-Rietz. Sie verbrachten deutlich mehr Nächte in der Tabakstadt: Gäste aus dem Ausland buchten im Jahr 2017 2.792 Übernachtungen (+ 42,4 Prozent). 2016 kamen sie auf 1.960 Übernachtungen. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer aller Gäste betrug 2,3 Tage. Die ausländischen Gästen blieben im Schnitt 2,6 Tage. Das Vergleichsjahr 2016 war für die Bünder Tourismusbranche ein besonders erfolgreiches. Es wurden 2016 sogar 4.138 Nächte mehr in den Bünder Unterkünften verbracht als 2015. Die Gründe dafür seien der Stadt leider nicht bekannt, so Greiner-Rietz. RÖDINGHAUSEN Für die guten Werte des Kreises haben im vergangenen Jahr insbesondere fünf Beherbergungsstätten in der Wiehengemeinde gesorgt. Darunter sind mit der größten Bettenzahl die im September 2016 wiedereröffnete Jugendherberge des Kreises Herford und die Berghütte Rödinghausen des Evangelischen Kirchenkreises Herford. 12.457 Gäste zählte das statistische Landesamt für die Rödinghauser Betriebe im vergangenen Jahr – ein Plus von 76,8 Prozent. 2016 wurden 7.047 Besucher gezählt. Allerdings war das Jugendgästehaus bis September 2016 als Unterkunft für Geflüchtete genutzt worden, so dass der Vergleich zum Vorjahr schwierig ist. 2014 waren 13.425 Gästeankünfte in Rödinghausen gezählt worden. Damit hat das Jugendgästehaus seinen alten Wert fast wiedererreicht. Von diesen 12.457 Gästen des vergangenen Jahres kamen 157 aus dem Ausland (+22,7 Prozent). Die Übernachtungen sind ebenfalls gestiegen, auf 34.516 (+75,3 Prozent). Die Gäste aus dem Ausland buchten 3.195 Übernachtungen. Aus diesen Zahlen hat IT NRW auch die durchschnittliche Aufenthaltsdauer berechnet: Alle Gäste blieben 2,8 Tage, die Besucher aus dem Ausland sogar 20,4 Tage. NORDRHEIN-WESTFALEN NRW verbucht übrigens einen Rekord: Die Beherbergungsstätten im Land zählten mit 51,5 Millionen erstmals mehr als 50 Millionen Übernachtungen. Für die Region Teutoburger-Wald wurden 2.102.930 Gästeankünfte (+5 Prozent) gezählt, davon kamen 252.155 aus dem Ausland (+11,5 Prozent).

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