Offizieller Startschuss: Bürgermeister Ernst-Wilhelm Vortmeyer (l.) und Roger Pettenpohl, Telekom-Regio-Manager. - © Anne Webler
Offizieller Startschuss: Bürgermeister Ernst-Wilhelm Vortmeyer (l.) und Roger Pettenpohl, Telekom-Regio-Manager. | © Anne Webler

Schnelles Internet für 700 Haushalte

Breitbandausbau: Die Telekom hat in Bruchmühlen Glasfaserkabel verlegt. Die Leitung überträgt bis zu 100 MBit pro Sekunde. Die Geschwindigkeit steigt nicht von allein, Bürger müssen Leistung buchen

Anne Webler

Rödinghausen. Vor einem halben Jahr hat die Telekom begonnen, in Bruchmühlen Glasfaserkabel für schnelles Internet zu verlegen, nun sind die Arbeiten abgeschlossen. 700 Haushalte, davon 400 auf nordrhein-westfälischer Seite, können ab sofort die schnellere Leistung buchen. Das maximale Tempo beim Herunterladen steige auf bis zu 100 Megabit (MBit) pro Sekunde, beim Hochladen auf bis zu 40 MBit pro Sekunde, sagt Roger Pettenpohl, Regio Manager der Deutschen Telekom. Allerdings steigt die Geschwindigkeit nicht automatisch. „Die Kunden müssen in jedem Fall aktiv werden", sagt Pettenpohl. Denn nicht jeder Router könne die höhere Geschwindigkeit verarbeiten. Deshalb sei es erforderlich, dass ein Servicetechniker rauskomme. Die schnelleren Anschlüsse können online, telefonisch oder im Fachhandel gebucht werden und stehen nicht nur den Telekomkunden zur Verfügung: „Die Technik ist diskriminierungsfrei", sagt Pettenpohl. Sie stehe auch den Mitbewerbern zur Verfügung – sofern diese die schnelle Netzleistung bei der Telekom einkaufen. Kunden anderer Anbieter sollten sich bei ihrem Vertragspartner erkundigen. 84 Prozent der Haushalte haben Zugang zu schnellem Internet Die Bürger können im Internet unter www.telekom.de/schneller nachgucken, ob das schnelle Internet bei ihnen möglich ist. Bürgermeister Ernst-Wilhelm Vortmeyer freut sich über die erstarkende Infrastruktur in Bruchmühlen und Rödinghausen insgesamt. Inzwischen hätten etwa 84 Prozent der Haushalte Zugang zu schnellem Internet, sagt Vortmeyer. „Für eine ländliche Kommune ist das gut." In Bruchmühlen hat die Telekom Vectoring-Technik verbaut. Dabei wird auf der Strecke zwischen der örtlichen Vermittlungsstelle und dem Verteiler das Kupfer- durch ein Glasfaserkabel ersetzt. Das sorgt für erheblich höhere Übertragungsgeschwindigkeiten. Die Verteiler werden zu Multifunktionsgehäusen (MFG) umgebaut. Die großen grauen Kästen am Straßenrand werden zu Mini-Vermittlungsstellen. Im Multifunktionsgehäuse wird das Lichtsignal von der Glasfaser in ein elektrisches Signal umgewandelt und von dort über das bestehende Kupferkabel zum Anschluss des Kunden übertragen. Je näher der Kunde am Multifunktionsgehäuse wohnt, desto höher die Geschwindigkeit der Übertragung.

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