Löhne Spielplatztest: Spaß auf dem Trampolin

An der Kirchstraße neben dem Gemeindehaus gibt es die unterschiedlichsten Geräte für alle Altersstufen

Kristine Greßhöner

Anfang 2014 hatte die Stadt den Spielplatz in Obernbeck erneuern lassen und dafür einige Zeit gesperrt. 30.000 Euro waren damals in die Spielfläche an der Kirchstraße investiert worden. Neben neuen Geräten kam auch ein Graffitikünstler, der Dschungel- und Unterwassermotive sprühte. So wurde aus dem ehemals einfachen Spielplatz ein sogenannter Bezirksspielplatz. ERREICHBARKEIT Der Spielplatz liegt wie eine zugewachsene, grüne Insel zwischen den drei verkehrsberuhigten Bereichen der Kirchstraße, Wittenberger Straße und Am Nordhang. Ein Zaun sowie Bäume und Büsche umgeben das Gelände. Die nächsten Bushaltestellen liegen etwas entfernt, sie heißen Nordbreite und Kirchstraße. GERÄTE UND PLATZ Im unteren Bereich gibt es einen Bolzplatz, im oberen Bereich eine große Sandgrube und mehrere Spielgeräte: Rutsche, Kletterturm, Wippe, Kletterbogen, Drehkreisel, zwei Schaukeln und ein sogenannter Surprise-Korb, ähnlich einem Basketballkorb mit mehreren Löchern, bei dem man nie weiß, aus welcher Öffnung der hineingeworfene Ball herauskommt. Es gibt ältere Sitzbänke sowie eine Picknickgarnitur, in deren Mitte sich ein Tisch befindet. ZUSTAND UND SAUBERKEIT Das Areal macht einen guten Eindruck, die Hecke bietet einen natürlichen Sichtschutz. Die Sandgrube ist mit Kantensteinen umsäumt, der Kletterturm aus Holz befindet sich in einem sehr guten Zustand. An einer Stelle rakt allerdings ein Stummel aus dem Boden. Hier ist kürzlich ein Spielgerät entfernt worden. Rund um die Sitzbänke soll ab und zu Müll herumliegen. SICHERHEIT Dank des Zauns ist es unwahrscheinlich, dass ein Kind blitzschnell auf die Straße läuft. Die umliegenden Straßen sind zudem verkehrsberuhigt, hier ist nicht viel los. Riskant für Jüngere sind vor allem die glatten Stufen der Rutsche und die fehlenden Absicherungen auf dem Podest des Kletterturms. ALTERSGEEIGNET Die Spielgeräte sind geeignet für Kinder unterschiedlicher Altersstufen. Allerdings könnte es für Eltern mit älteren und jüngeren Kindern stressig werden, denn die Kletterstange zum Entlanghangeln und auch der Kletterturm aus Holz sind für Kleinkinder nur bedingt geeignet. Wenn die Älteren sich mit Kraft hoch hinaus trauen, kommen die Jüngeren nicht hinterher. Das sorgt für schlechte Laune bei den Kleinsten. DAS SAGEN DIE TESTER „Ich finde hier alles toll“, sagt Nils (4). Besonders gern hüpft er mit seinem Vater auf der Sprungmatte, einer Art Trampolin, das in den Boden eingelassen ist und daher ebenerdig liegt. Leonie (5) klettert auf den Metallbogen. Sich hier mit den Armen zu halten und von Sprosse zu Sprosse zu hangeln, ist ganz schön schwierig. DIE ERWACHSENEN Mutter Andrea Eiling erkennt beim Aufstieg ihrer zweijährigen Tochter Juliana sofort die Schwächen des Kletterturms. „Er hat an den Seiten hin zu wenige Absturzsicherungen“, sagt sie. Kleinkinder könnten die Balance verlieren und aus etwa einem Meter Höhe hinabstürzen. Holger Brackmanns Sohn ist älter als Juliana, er stürmt mutig voraus. „Der Platz ist hervorragend, hier wurde ja alles neu gemacht“, sagt Brackmann. Knifflig wird es bei genauerem Hinsehen. Die Leiter der alten Rutsche besteht aus glatten Metallstangen. „Hier könnte man zumindest Rillen in die Sprossen fräsen“, schlägt Eiling vor. Die Rutsche selbst ist für Juliana etwas zu steil, sie endet relativ hoch, so dass ihre Mutter das Kleinkind auffangen muss. Vater Christian Wöhrmann ist aufgefallen, dass von dem Sandspielzeug, das seit 2014 hier lag, kaum noch etwas übrig ist.

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