Haben Spaß auf ihrem Nachbarschaftsspielplatz: Greta (3, von vorne), Malina (6), Julia (12), Levi (7) und Ben (7) haben sich fürs Foto auf der mit Graffiti besprayten Rutsche im Flammenstil aufgereiht. Rechts ist ein Teil der Sitzgruppe zu sehen, die im Kreis auf der Mitte des Spielplatzes angeordnet ist. - © Susanne Barth
Haben Spaß auf ihrem Nachbarschaftsspielplatz: Greta (3, von vorne), Malina (6), Julia (12), Levi (7) und Ben (7) haben sich fürs Foto auf der mit Graffiti besprayten Rutsche im Flammenstil aufgereiht. Rechts ist ein Teil der Sitzgruppe zu sehen, die im Kreis auf der Mitte des Spielplatzes angeordnet ist. | © Susanne Barth

Löhne Spielplatztest: Hoch hinaus auf dem Klettergerüst

Nachbarschaftskinder prüfen die Spielgeräte am Akazienweg auf Herz und Nieren. 5.600 Quadratmeter laden zum Trampolinspringen, rutschen und bolzen ein

Susanne Barth

Löhne. Die feuerrot besprayte Rutsche fällt dem Spielplatz-Gänger sofort ins Auge. Sie ist der Eyecatcher auf der riesigen Spielfläche am Akazienweg. Fürs Foto lassen sich Levi, Greta, Malina, Julia und Ben kurz hinreißen, auf der Rutsche Platz zu nehmen. Aber ihre Kinderherzen schlagen bei einem anderen Gerät höher: dem Kletterturm mit integriertem Sandspielzeug. "Da kann man unten und oben spielen, das ist einfach toll", fasst Levi (7) zusammen. ERREICHBARKEIT Der Bezirksspielplatz Akazienweg liegt direkt an der Häger Straße. Er ist von der Hauptstraße (Königstraße) aus über einen kleinen Fußweg zu erreichen. Wer mit dem Auto anreist, kann ins Wohngebiet fahren und dort parken. Auch die Buslinien 438 und 431 halten vor dem Spielplatz, Haltestelle Auf der Hude. GERÄTE UND PLÄTZE Die Spielfläche, die auch der "Rote Platz" genannt wird, ist der dritte Spielplatz in Löhne, die zum Bezirksspielplatz ausgebaut worden ist und bietet allerhand Geräte. Neben den Klassikern wie Schaukeln, einer Rutsche (die ist im Flammenstil vom Graffitikünstler Tobias Klein besprüht worden), Reckstangen und einer Wippe gibt es eine Seilbahn, ein Karussell und ein Trampolin. Bei Kleinkindern, aber auch bei Größeren ist der Kletterturm mit integriertem Sandspielplatz beliebt. Eine Hängematte lädt zum Chillen ein, auf dem durch Büsche abgegrenzten Bolzplatz darf gekickt werden und in der Mitte des Platzes gibt es eine neu angelegte Sitzgruppe. ZUSTAND UND SAUBERKEIT Der Spielplatz ist erst in diesem Jahr als Bezirksspielplatz ausgebaut worden. Die Idee dahinter: Einen Vorzeigespielplatz je Grundschulbezirk in Löhne zu haben. Dementsprechend sind die Geräte in einem tollen Zustand. Klasse ist auch, dass der Bolzplatz vom Spielplatz durch Büsche optisch abgetrennt ist. "Und so fliegen die Bälle auch nicht mehr so weit", erzählt Madlen Geppert, die mit ihren beiden Kindern Levi und Greta zum Testen gekommen ist. Ganz neu ist der Kletterturm. Der steht in einem großen Sandkasten. "Leider wurde das Sandspielzeug, das dazu gehört, schon geklaut", sagt Geppert. Besonders toll finden die Kinder auch die Gestaltung der Geräte. Die Rutsche hat ein Flammengraffiti und die Seile der Hängematte sind kunterbunt. SICHERHEIT Der Spielplatz liegt direkt an einer Hauptstraße Löhnes. Die Königstraße geht dort in die Häger Straße über. Die Fläche ist mit Bäumen umgeben, so dass Kindern nicht direkt auf die Straße laufen können. Dennoch wünscht sich Madlen Geppert ein "Achtung Spielplatz"-Schild an der Straße. Da herrscht Tempo 50, viele Autofahrer sind aber deutlich schneller unterwegs, weiß Geppert aus Erfahrung. "Das wäre wirklich gut, vor allem für die Kinder und Familien, die die Straße queren müssen. Die Autos rasen hier oft vorbei." ALTERSGEEIGNET Hier ist für kleine und große Kinder etwas dabei. Es gibt eine gute Auswahl. Vor allem das neue Klettergerüst zieht unterschiedliche Altersklassen an. Auf dem Bolzplatz können Kinder mit ihren Eltern, aber auch Jugendliche kicken. Und auch die neue Sitzgruppe inmitten der Spielfläche ist nicht nur für die Erwachsenen gestaltet worden. "Das ist ein Treffpunkt für Jugendliche", sagt Geppert. DAS SAGEN DIE TESTER Die jungen Spielplatztester wohnen alle in der Nachbarschaft und sind oft mehrmals in der Woche am Akazienweg. Levi spielt super gerne auf dem Klettergerüst. "Da können wir Bauarbeiter oder Eismann spielen", erzählt der Siebenjährige und hievt eifrig Sand nach oben zu Schwester Greta. "Den Fußballplatz finde ich am zweitbesten", ruft er noch nach. Schwester Greta ist erst drei Jahre alt und mag laut Mama gerne schaukeln. "Und im Sand spielen", sagt sie schüchtern. Julia (12) hängt gern mal in der Hängematte, mag aber auch das Trampolin und den Drehkreisel, wünscht sich aber noch einen richtigen Balancierbalken: "Der fehlt hier." Die Freunde Malina (6) und Ben (7) fahren am liebsten mit der Seilbahn: "Da ist man richtig schnell." DIE ERWACHSENEN Sandra Beimfohr (38) wohnt schon lange mit ihren Kindern in der Siedlung und sagt: "Der Spielplatz ist nach dem Umbau richtig schön geworden." Die Sitzgruppe sei toll zum Plauschen: "Und die Vielfalt ist toll." Madlen Geppert (28) kommt mehrmals die Woche hierhin: "Es ist immer was los, es ist ein toller Treffpunkt." Und wenn sie mal nicht mit den anderen Eltern quatscht, nutzt sie auch selbst mal ein Spielgerät: "Das Trampolin ist einfach toll."

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