Saskia Rominski, Inhaberin des Löhner Stoffhauses an der Königstraße, zeigt, wie man aus drei Stoffbahnen ein Nackenkissen näht. Foto: Susanne Barth - © Susanne Barth
Saskia Rominski, Inhaberin des Löhner Stoffhauses an der Königstraße, zeigt, wie man aus drei Stoffbahnen ein Nackenkissen näht. Foto: Susanne Barth | © Susanne Barth

Löhne Mit Schnittmuster: Kuscheliges Nackenkissen für Leseratten

Saskia Rominski vom Stoffhaus Löhne hat einen Basteltipp

Susanne Barth

Löhne. Nähen ist im Trend. Ob Schal oder Mütze, Stofftier oder Kleid: Gewappnet mit einer Nähmaschine und tollen Stoffen, bekommen auch Hobbynäher super Geschenke hin. Etwas selbst gemachtes hat immer eine individuelle Note. „Und da jeder einen anderen Stoff mag, sind alle Teile Unikate“, sagt Saskia Rominski vom Löhner Stoffhaus. Die 34-Jährige hat sich vor sieben Jahren selbstständig gemacht und, wie sie sagt, „mein Hobby zum Beruf gemacht.“ Die gelernte Industriekauffrau umgibt sich jetzt in ihrem Geschäft an der Königstraße mit Nadeln, Stoffen und Knöpfen. Mutter Doris, gelernte Schneiderin, unterstützt ihre Tochter im Laden. Einen einfachen Do-it-yourself-Tipp hat Rominski für die NW-Serie vorbereitet. Ein kuscheliger, weicher Leseknochen sei schnell gemacht. Beim Selbsttest hat die Redakteurin wirklich nur eine Stunde gebraucht. Der Leseknochen sei auch für ungeübte Näher geeignet. Ob für Oma, Papa oder die große Schwester: Eine Freude kann man damit vor allem Leseratten machen. „Kinder nutzen das Nackenkissen gern zum Schmusen“, sagt Doris Rominski. Viel Material ist nicht nötig. Entweder nimmt man ein Stoffstück (0,30 Meter x 1,50 Meter) oder drei unterschiedliche Stücke à 0,30 x 0,50 Meter. Außerdem ein zum Stoff passendes Nähgarn, Füllwatte, Schere, Stecknadeln, Nähnadeln und am besten eine Nähmaschine. Das Schnittmuster ist denkbar einfach – es sieht aus wie ein überdimensionierter Knochen. Jetzt das Schnittteil dreimal aus den gewünschten Stoffen ausschneiden. Wichtig ist eine Nahtzugabe von 1 Zentimeter. Im Schnittmuster ist es die gestrichelte Linie. Nun zwei der zugeschnittenen Teile aufeinanderlegen und an der Kante vom eingezeichneten Passzeichen an der kurzen Seite bis zum gegenüberliegenden Passzeichen feststecken. Dieses Stück mit 1 Zentimeter Nahtzugabe nähen. „Nahtanfang und Nahtende nicht vergessen zur verriegeln.“ Diesen Schritt mit den anderen beiden Seiten wiederholen. In der dritten Naht eine 5 Zentimeter große Wendeöffnung lassen. Die Nahtzugaben an der kurzen Seite, wo die drei Teile aufeinandertreffen, einschneiden. Die genähte Naht dabei nicht beschädigen. Auch an der Rundung kleine Schnitte setzen: „So legt sich der Stoff besser.“ Nun das Kissen wenden und mit Füllwatte stopfen. Es muss dick und prall ausgefüllt werden. Die Wendeöffnung nun mit einem Matratzenstich von Hand nähen. „Das sieht netter aus, die Naht wird damit quasi unsichtbar geschlossen.“ Wer Hilfe benötigt, ist bei Saskia Rominski richtig. Sie gibt an der Königstraße 1 auch Nähkurse, Tel. (0 57 32) 6 83 07 37.

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