Selbst gemacht: Meiko Haselhorst zeigt, wie jeder ein Futterhäuschen für Vögel basteln kann. - © Amélie Förster
Selbst gemacht: Meiko Haselhorst zeigt, wie jeder ein Futterhäuschen für Vögel basteln kann. | © Amélie Förster

Löhne Selbstgemachte Weihnachtsgeschenke: Futterhäuschen für Vögel

Bastel-Serie Teil 3: Meiko Haselhorst erklärt, wie Kurzentschlossene mit einfachen Mitteln einen Futter- und Nistkasten bauen können

Amélie Förster

Löhne. Weihnachten steht vor der Tür und die alljährliche Suche nach den passenden Geschenken beginnt. Wer nichts Passendes in den Geschäften findet, kann auch selbst kreativ werden. Ist der zu Beschenkende ein Vogelliebhaber, hat Nistkasten-Bastler Meiko Haselhorst einen Tipp parat. "Ein Futterhäuschen, das im Frühling zum Nistkasten werden kann, ist ein schönes Geschenk und in einer halben Stunde gemacht." Sie brauchen einen Akkuschrauber mit einem handelsüblichen 5-mm-Bohrer. Als Baumaterial werden ein kleines Brett, ein kleiner Ast, eine Handvoll Schrauben und eine Unterlegscheibe sowie Mutter benötigt. Und am allerwichtigsten: ein Blumentopf oder eine Blumenvase in bauchiger Form, oben also etwas schmaler als in der Mitte - schließlich soll später nichts hinausfallen. "Und aus Keramik muss das Gefäß sein, Plastik und Metall können im Sommer zu heiß für die Küken werden, wenn die Sonne draufscheint", erklärt Haselhorst. Der Aufbau funktioniert wie folgt: Zuerst wird mit dem Bohrer ein Loch in den Boden des Blumentopfs gebohrt. Danach wird das Brett in zwei etwa gleich große Teile gesägt und rechtwinkelig zusammengeschraubt. Im Anschluss wird der Blumentopf an den Winkel gestellt, so dass sowohl der bauchige Teil als auch der Boden des Gefäßes das jeweilige Brett berühren. Durch das bereits vorhandene Loch im Boden wird jetzt ein kleines Loch in das Brett gebohrt. Danach wird der Blumentopf mit Durchsteckschraube, Mutter und Unterlegscheibe am Brett fixiert. "Die Unterlegscheibe ist wichtig, damit der Blumentopf durch den Druck des Schraubenkopfes nicht bricht", sagt der langjährige Mitarbeiter der NW. Danach wird der Winkel aufgestellt, so dass der Blumentopf auf der Seite liegt. Nun wird ein kleiner Ast mittig vor dem Blumentopf positioniert, mit dem Bohrer durchbohrt und mit einer weiteren Schraube am Brett fixiert. Zuletzt werden oberhalb des Blumentopfs noch zwei Löcher in das Brett gebohrt, damit das Futterhäuschen aufgehängt werden kann. Mit etwas Glück brüten in solchen Halbhöhlenkästen Bachstelzen, Rotkehlchen oder Zaunkönige. Haselhorst gibt für die Standortwahl noch einen wichtigen Tipp: "Der Kasten sollte an einem möglichst wettergeschützten Ort aufgehängt werden, ideal wäre eine mit Efeu bewachsene Wand oder ein Baumstamm. Außerdem brüten die Vögel nicht so gerne dort, wo sie im Winter fressen, da ist es ihnen zu unruhig. Deshalb sollte man für Sommer und Winter jeweils unterschiedliche Plätze wählen."

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