Auf dem Findeisenplatz steht das Kunstwerk von Timm Ulrichs. - © Ulf Hanke
Auf dem Findeisenplatz steht das Kunstwerk von Timm Ulrichs. | © Ulf Hanke

Löhne Löhne Wiki: Woher der Findeisenplatz seinen Namen hat

Namensnennung: Stadt widmet der einzigen Fußgängerzone Löhnes den Stiftern der Musikschule, die als Halbmond gebaut ist. Die Fläche heißt seit Mai 2014 Britta-und-Ulrich-Findeisen-Platz

Susanne Barth

Löhne. Großzügig ist das Geschenk, dass das Ehepaar Findeisen der Stadt Löhne gemacht hat. Die Stiftung für Kunst- und Baukultur, die Ulrich Findeisen mit seiner im Jahr 2010 verstorbenen Frau Britta gegründet hat, schenkte Löhne die neue Musikschule. Dafür widmete die Stadt dem Stifter nicht nur den Namen des Platzes, sondern der damalige Bürgermeister Heinz-Dieter Held ernannte Ulrich Findeisen zum ersten und bisher einzigen Ehrenbürger. Die Künstlerin und Landschaftsarchitektin Britta Findeisen und der Architekt Ulrich Findeisen gründeten im Juli 2007 die Stiftung mit Sitz in Köln. Obwohl Ulrich Findeisen weitläufige verwandtschaftliche Beziehungen zu Löhne hat, ist er erst als Planer eines Investors auf die Entwicklung des Projektes "Neue Löhner Mitte" gestoßen. Nachdem der Investor aus wirtschaftlichen Gründen abgesprungen war und ein darauf folgender Architektenwettbewerb für die erneute Bebauung der sogenannten "Investorenwiese" ausgeschrieben wurde, unterbreitete Findeisen der Stadt ein Angebot. Das bereits in Grundzügen geplante Musikschulgebäude wolle er aus Mitteln der Stiftung zur Verfügung stellen. Nachdem das Gebäude im Frühjahr 2011 fertiggestellt worden ist, mussten nur wenige Wochen nach dem Einzug Schüler und Lehrer direkt wieder ausziehen. Der Bau war mit Schadstoffen belastet. Offiziell und feierlich eröffnet wurde die Musikschule dann erneut 2013. Ein Jahr später würdigte die Stadt die Stifter mit zwei Aktionen. Der Platz zwischen Musikschule und Werretalhalle wurde offiziell benannt. Er trägt seit Juli 2014 den Namen Britta-und-Ulrich-Findeisen-Platz. Außerdem hat der damalige Bürgermeister Held Ulrich Findeisen als ersten Ehrenbürger Löhnes ausgezeichnet. Es sei ein überaus großzügiges Geschenk gewesen, so Held. "Die Verleihung der Ehrenbürgerwürde gehört zu den seltensten und angenehmsten Pflichten, die ein Bürgermeister hat. Selten wäre in diesem Fall aber übertrieben. Die Stadt Löhne hatte bisher noch keinen Ehrenbürger", sagte Held bei der Verleihung am 2. Juli 2014. Der Platz, der Löhnes einzige Fußgängerzone ist, bietet nicht nur eine schöne Verbindung zwischen Werretalhalle und Musikschule. Er wird für Weihnachts- und Wochenmarkt genutzt. Im Sommer wird dort vom Kulturamt wieder an mehreren Abenden das Straßentheater veranstaltet. Und natürlich prägt die Musikschule mit seiner besonderen Architektur den Platz, der nur unweit vom Bahnhof entfernt liegt. Das Gebäude ist als Halbmond gebaut. Der Stadtplaner und Architekt Ulrich Findeisen lebt in Köln. Sein Onkel Willi Bartelheimer wohnt in Gohfeld. Zur Umwidmung des Platzes haben sie sich wiedergetroffen. Mit ihm verbindet Findeisen auch ein Stück Kindheit. "Bei ihm haben meine Brüder und ich viele Ferien auf Treckern und Pferderücken verbracht."

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