Mammut vor dem Heimatmuseum - © Susanne Barth
Mammut vor dem Heimatmuseum | © Susanne Barth

Löhne Erster Abijahrgang der Gesamtschule stiftete das Mammut

Das Styropor-Tier vorm Museum ist ein beliebtes Fotomotiv auf dem Bischofshagen

Susanne Barth

Löhne. 2,65 Meter hoch mit riesigen Stoßzähnen und einem braunen Fell: Das Mammut ist vor dem Heimatmuseum nicht mehr wegzudenken. Es ist das Wahrzeichen. Und das kommt nicht von ungefähr: In der Eiszeit war Löhne nämlich Mammutgebiet. „Von den Tieren haben wir hier die meisten Funde", sagt Museumsleiter Joachim Kuschke. Knochen, Stoßzähne, Rippen: Im Museum gibt es nicht nur die Skulptur zu sehen. Auch in den Räumen lagern Fundstücke. Die Exponate sind zwischen 30.000 und 40.000 Jahre alt, weiß Waltraud Troche vom Museum. „Gefunden wurden sie meist in der Gohfelder Kiesgrube Petring. In der Nähe der Brückenstraße." Die Kulturstätte besteht seit 1984, erst 1998 gesellte sich das Mammut dazu. „Es war ein Geschenk des ersten Abiturjahrgangs der Gesamtschule." Nach vier Jahren Bauzeit hatten die Schüler die Skulptur aus Styropor und Glasfiebermatten aufgestellt und ihm in Erinnerung an Lehrerin Marita Gesenhoff einen Namen gegeben: Mammuthus primigenius comprehendeus gesenhoff kurz: Manni. 2008 hatte Manni dann Zahnprobleme, erinnert sich Kuschke. In der Feuerwache Löhne bekam der Eiszeit-Elefant neue Stoßzähne modelliert. Das Mammut wurde schnell vermisst. Viele fragten, ob es wieder kommt und waren dankbar als Manni als Museumswächter wieder seine Stelle einnahm.

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