Idyllisch: Die Straße Griechenland verläuft in einer ganz ländlichen Ecke von Löhne. - © Dirk Windmöller
Idyllisch: Die Straße Griechenland verläuft in einer ganz ländlichen Ecke von Löhne. | © Dirk Windmöller

Löhne Woher der Straßenname Griechenland kommt

Löhne-Wiki (2): Was die Werrestadt mit dem Olymp zu tun hat und warum Jäger und Bauern wohl auch ihre Finger im Spiel haben

Felix Eisele

Löhne. Böse Zungen behaupten, die Straße sei genauso marode wie ihr Namensgeber. Woher der Name "Griechenland" als Wegbezeichnung im Ortsteil Bischofshagen aber tatsächlich rührt, wissen die wenigsten. Denn was das Land der Götter mit der Werrestadt zu tun hat, erschließt sich auf den ersten Blick nicht wirklich. Rein optisch jedenfalls erinnert in Bischofshagen nichts an Akropolis und Olymp, an Mittelmeer und Olivenbäume. Und auch von griechischen Restaurants oder Imbissbuden fehlt weit und breit jede Spur. Dass die Straße dennoch nach dem Mutterland der Demokratie benannt wurde, hat weniger einen geografischen als viel mehr einen legendären Ursprung. Jäger und Bauern sollen es gewesen sein, denen die Straße "Griechenland" ihren Namen verdankt. So jedenfalls schreibt es der Herforder Autor Gerd Sievers in seinem Essay "Straßennamen im Kreis Herford" aus dem Jahr 2011. Demzufolge hatten sich vor vielen Jahren einige Waidmänner aus Oberbehme zur Jagd nach Bischofshagen begeben. Beim anschließenden Rückweg stießen sie auf einen Landwirt, der sich nach einem kurzen Plausch verwundert zeigte. Dass nämlich Jäger eigens aus Oberbehme an dieses idyllische Fleckchen Löhner Erde marschierten, kam ihm doch recht absurd vor. Und rief er ob der langen Strecke erstaunt aus: "Das ist ja so weit wie Griechenland!" Gerd Sievers beruft sich in seinem Aufsatz auf eine Auskunft des Löhner Stadtarchivars Joachim Kuschke.

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