Die Chemikerin Dr. Heidrun Hofmann misst die Schadstoffbelastung in der Musikschule. - © FOTOS: DIRK WINDMÖLLER
Die Chemikerin Dr. Heidrun Hofmann misst die Schadstoffbelastung in der Musikschule. | © FOTOS: DIRK WINDMÖLLER

Löhne Messungen in der Musikschule

Mögliche Abschlussuntersuchung durch das Bremer Umweltinstitut / In der kommenden Woche lässt die Stadt messen

VON DIRK WINDMÖLLER

Löhne. Jetzt hat es geklappt. Nachdem in der vergangenen Woche die wahrscheinlich letzte Messrunde des Bremer Umweltinstituts wegen einer defekten Heizung ausfallen musste, haben nun gestern die letzten Messungen begonnen.

Die Chemikerin Dr. Heidrun Hofmann misst in verschiedenen Räumen im ganzen Haus verteilt. Zehn Messpunkte gibt es in der neuen Musikschule. Unter anderem in einem Raum der musikalischen Früherziehung im zweiten Stock des Gebäudes.

Dort hat sie ihre Geräte aufgebaut. Es soll ermittelt werden, ob die Schadstoffbelastung weiterhin im grünen Bereich liegt. "Wir machen hier jetzt die Abnahmemessung. Es geht darum, dass alle Ziele, die festgelegt wurden, auch erreicht worden sind", erklärt die Chemikerin. Im Zentrum der Untersuchungen stehen einmal mehr die Chemikalien Styrol und Benzaldehyd.

Heidrun Hofmann geht davon aus, dass diese Messungen die guten Ergebnisse aus den letzten Monaten bestätigen werden. "Alles andere wäre ein große Überraschung", sagt sie. Die Expertin kennt sich mittlerweile im Gebäude gut aus. Etwa zehn Mal hat sie in den vergangenen zwei Jahren vor, während und nach der Sanierung gemessen.

Je nach Raumgröße dauern die Messungen pro Raum zwischen 20 und 30 Minuten. So wird die Expertin in Löhne knapp zwei Tage beschäftigt sein. Rund zwei Wochen wird es dauern, bis die Messungen im Labor ausgewertet sind.

Neben dem Bremer Umweltinstitut wird auch der Baubiologe Dr. Rainer Bruns aus Papenburg im Emsland Messungen im Auftrag der Stadt Löhne vornehmen. Geplant sind die Untersuchungen in der kommenden Woche am 18. und 19. Februar. "Es ist wichtig, dass auch wir als Stadt uns vergewissern, dass jetzt alles in Ordnung ist", sagt Bürgermeister Heinz-Dieter Held.

Nikolaus Zumbusch, Sprecher der Findeisen-Stiftung für Kunst- und Baukultur, die die Musikschule gebaut hat, ist überzeugt, dass die Werte den Sanierungserfolg bestätigen werden. "Die Zwischenmessungen haben uns früh bestätigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind", sagt Zumbusch.

Böse Überraschungen hält auch der Bürgermeister für unwahrscheinlich. "Ich gehe davon aus, dass wir gute Werte bekommen werden."

Die erhöhten Benzaldehyd- und Styrolwerte hatten dazu geführt, dass neben den Fensterdichtungen auch der gesamte Bodenbelag in der Musikschule ausgetauscht werden musste. Nach langer Ursachenforschung zogen sich auch die Sanierungsarbeiten hin.

Im Rahmen der Sanierung wurde nicht nur die Fußbodendämmung mit einer Folie abgedeckt. Das Gebäude erhielt auch eine Lüftungsanlage.

Wenn die Messwerte den positiven Verlauf der Sanierung bestätigen, dann kann die Musikschule bald eröffnet werden. Heinz-Dieter Held: "Musikschulleiter Gerd Sowa muss den Umzug planen." Den richtigen Zeitpunkt überlasse er dem Schulleiter. "Aber der will da natürlich auch so schnell wie möglich wieder rein."
 

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