Der Rollerprüfstand kommt Freitagmorgen vor dem Gymnasium häufig zum Einsatz. - © FOTO: CHARLOTTE OBERSTUKE
Der Rollerprüfstand kommt Freitagmorgen vor dem Gymnasium häufig zum Einsatz. | © FOTO: CHARLOTTE OBERSTUKE

Löhne Polizei kontrolliert Roller vor dem Gymnasium

Mehrer Verwarngelder ausgesprochen / Sprecher Uwe Maser: "Schulwegsicherheit liegt uns am Herzen"

Löhne (sba/lotte). Sie zählen zur Risikogruppe im Straßenverkehr: Jugendliche zwischen 15 und 17 Jahren. "Die jungen Verkehrsteilnehmer sind überrepräsentiert in der Unfallgruppe", sagt Polizeisprecher Uwe Maser. Daher kontrollierten neun Beamte Freitagmorgen zwischen 7 und 8.30 Uhr zahlreiche Mofa- und Radfahrer vor dem Gymnasium.

Ohne Licht in der Dämmerung Fahrrad fahren oder zu schnell auf einem frisierten Mofa unterwegs: Die Polizei hat die Jugendlichen im Blick. Mehrere 100 Schüler sind an drei Stellen rund ums Gymnasium vor Schulbeginn kontrolliert worden. Drei Beamte stehen jeweils am Fußgängerweg am Freibad, am Neubau des Gymnasiums sowie ein Stück weiter Richtung Fahrradweg. Ein Polizist war sogar selbst mit einem Motorrad vor Ort, falls jemand fliehen sollte. Bei der Verkehrskontrolle wurden acht Verwarngelder ausgesprochen - fürs Radfahren ohne Licht. "Das kostet 20 Euro", sagt Maser. Sind die auffallenden Schüler noch unter 14 Jahren und daher nicht strafmündig, schickt die Polizei Elternbriefe raus. "Vier Stück müssen wir nach gestern Morgen versenden", sagt Maser, der es wichtig findet, dass die Eltern Bescheid bekommen. "Nur so kann darüber geredet werden und die Gefährdung in Zukunft eingedämmt werden."

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Auch ein frisierter Roller war unter den Kontrollierten. "Der Fahrer bekommt eine Strafanzeige", so der Polizeisprecher. Um herauszufinden, ob ein Roller frisiert ist, nutzen die Polizisten den Rollerprüfstand (siehe Foto). "Anhand einer Lichtmessung wird geprüft, wie schnell das Fahrzeug fahren kann", erklärt Polizeioberkommissar Dieter Lorenz vor Ort. Allerdings musste nicht jeder Roller auf den Prüfstand. Nur bei einem Verdacht setzen die Beamten das Gerät ein. "Das äußert sich zum Beispiel durch eine erhöhte Geräuschkulisse des Fahrzeugs."

Es wird nicht die einzige Kontrolle von Fahrrädern, Rollern und Mofas in Löhne gewesen sein. "Da es sich bei den Jugendlichen um eine Problemgruppe handelt, wird immer wieder im ganzen Kreis kontrolliert", so Maser. Nicht nur der erzieherische Effekt aus den Kontrollen sei der Polizei wichtig, "uns liegt die Schulwegsicherheit besonders am Herzen." Maser appelliert an alle Verkehrsteilnehmer, besonders in der dunklen Jahreszeit gegenseitig Rücksicht zu nehmen.

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