Friseur Uwe Kennemund aus Herford zeigte den Zuschauern wie man einen Herrenhaarschnitt mit harten Kanten schneidet.
Friseur Uwe Kennemund aus Herford zeigte den Zuschauern wie man einen Herrenhaarschnitt mit harten Kanten schneidet.

KREIS HERFORD Guter Schnitt

Friseurinnung Herford stellt im GOP Varieté-Theater Herbst und Winter Trends vor

VON CAROLIN NIEDER-ENTGELMEIER

Kreis Herford. Seit vielen Jahren ist sie nur noch selten zu sehen und wenn, dann auf den Köpfen von älteren Damen. Dabei war sie in den 1980er Jahren so beliebt wie keine andere Frisur. Die Dauerwelle. Erinnern Sie sich an die wilden Locken auf ihrem Kopf? Bestimmt, und sie können gespannt sein, denn sie ist zurück. "Allerdings heißt die Dauerwelle jetzt dauerhafte Strukturumwandlung und hat nichts mehr mit den Locken aus den 1980er Jahren zu tun", verspricht Bernd Ritter auf der Trendmesse der Friseurinnung Herford seinen 300 Zuschauern.

"Jeder Trend wird irgendwann wieder aktuell, allerdings immer in abgewandelter Form", ergänzte Ritter, der als Mitglied im Fachbeirat der Friseurinnung Herford zwei Mal im Jahr Friseure aus dem gesamten Kreis Herford und Bielefeld in das GOP Varieté-Theater nach Bad Oeynhausen einlädt.

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300 Friseure folgten Montagabend der Einladung. Mareike Buschmann war eine von ihnen. "Ich bin bei jeder Show dabei, weil man sich die neuen Trends, die live auf der Bühne präsentiert werden, viel besser vorstellen kann, als wenn man sie sich auf dem Papier anschaut", sagte die Friseurin aus Löhne. Dabei komme auch die Technik nicht zu kurz. "Ich bin noch nicht lange Friseurin, daher bin ich für Ratschläge dankbar."

Das sei auch einer der Gründe, warum Bernd Ritter und seine Kollegen zwei Mal jährlich die Trendmesse organisieren. "Viele junge Friseure können gar keine Dauerwellen mehr, dabei müssen permanente Strukturumwandlungen fachlich gut ausgeführt werden, da es sich nach wie vor um einen chemischen Prozess handelt", so Ritter. Zudem sei das Kennenlernen von aktuellen Trends wichtig.

Insgesamt elf Models präsentierten die Herbst- und Winter-Trends.
Insgesamt elf Models präsentierten die Herbst- und Winter-Trends.

In den kommenden Monaten tragen Frauen weiche Kurzhaarschnitte. Entweder mit Locken oder dezenten Stufen. "Farblich wird es allerdings leuchten, denn rot ist wieder in", erklärte Ritter. Alternativ gebe es warme Brauntöne. Wichtig sei ein aussagekräftiger Schnitt mit starken, aber nicht grellen Farben. Dieser Trend setze sich auch im Make-Up fort. "Grau, Grün und Kupfer sind in. Als Lidschatten und als Nagellack", so Visagistin Melandra Liebs. Denn Nagellack gehöre ebenso zu einer Frau wie ihre Handtasche.

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Ehrungen

Für ihr jahrzehntelanges Engagement in der Herforder Friseurinnung wurden Peter Eul und Gaby Pridat mit der silbernen Ehrennadel des Landesverbandes ausgezeichnet.

Auch bei Doris Baake bedankten sich Obermeister Olaf Kraußlach und das Team der Innung für ihr langjähriges Engagement. Die Trendmesse im GOP nutzte die Innung, um Doris Baake in den Ruhestand zu verabschieden. (caro)

Bei Männern gebe es im Herbst und Winter keine Grenzen. "Wichtig sind nur harte Kanten und der Undercut als Basis." Dabei können Friseure ihrer Kreativität freien Lauf lassen.

Ästhetik war Montagabend allerdings nicht das einzige Thema der Friseure, denn die Friseurinnung kooperiert mit der "Initiative Schlaganfall Herford". Jedes Jahr erleiden 1.200 Menschen im Kreis Herford einen Schlaganfall, dabei könne das häufig verhindert werden, sagte Olaf Kraußlach, Obermeister der Friseurinnung. "Friseure sehen ihre Kunden im Schnitt alle sechs bis zwölf Wochen und können so Veränderungen im Verhalten oder im Gesicht besser erkennen als Menschen, die sich jeden Tag sehen", so Ritter. Zudem solle man als Friseur Verantwortung übernehmen und mit Kunden über die Krankheit Schlaganfall reden, "denn jeder Schlaganfall ist ein Notfall", so Kraußlach.

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