Löhne Kay Ray und Ingo Appelt kommen im Frühjahr 2018 nach Löhne

Auf der Suche nach einem passenden Weihnachtsgeschenk lohnt sich ein Blick ins Kulturbüro. Für das kommende Jahr wurden gleich mehrere hochkarätige Künstler gebucht

Löhne. Nur noch wenige Tage bis zum Weihnachtsfest – und wieder einmal stellt sich die Frage nach dem passenden Präsent. Ein Klassiker ist dabei stets ein wenig Kultur als Weihnachtsgeschenk. Und das Kulturbüro Löhne hat im Frühjahr gleich mehrere Höhepunkte parat. Noch gibt es Tickets für die einzelnen Veranstaltungen. HAGEN RETHER Am 17. Januar ist der Kabarettist mit seinem Programm „Liebe" zu Gast. Die Welt wird täglich ungerechter, das Geflecht aus politischen und wirtschaftlichen Abhängigkeiten immer dichter: Vor diesem Hintergrund lässt Hagen Rether Strippenzieher, Strohmänner und Sündenböcke aufziehen. Doch die Verantwortung tragen nicht „die Mächtigen" allein – wir müssen uns wohl am eigenen Schopf aus unserer Komfortzone ziehen, um nicht in den Abgrund zu stürzen, den wir gemeinsam geschaufelt haben meint Hagen Rether. Liebe, so der seit Jahren konstante Titel des ständig mutierenden Programms, kommt darin nicht vor. Was aber in seinem fulminanten Plädoyer für das Mitgefühl sichtbar wird, ist die Menschenliebe eines Kabarettisten, der an Aufklärung und an die Möglichkeit zur Umkehr glaubt. ONAIR In der Veranstaltungsreihe O-Ton tritt die A-Capella-Gruppe am 25. Januar bereits zum dritten Mal in Löhne auf. Das gemischte Sextett konnte seit seiner Gründung im Jahr 2013 alle wichtigen Preise der Vokalszene gewinnen und sang sich innerhalb kürzester Zeit in die internationale Top-Liga der Vokalformationen. Nach ihrem erfolgreichen Programm ,,Take Off‘‘, das zweimal das Löhner Publikum begeisterte, legen die sechs Berliner mit ihrer zweiten Show „Illuminate" nach. Das neue Tourprogramm kreist inhaltlich um das Thema Licht und verbindet herausragende musikalische Eigenkompositionen mit atemberaubenden Vokal-Arrangements bekannter Songs von Künstlern wie Queen, Rammstein, The Foo Fighters, Herbert Grönemeyer oder Xavier Naidoo. Nur mit ihren Stimmen lassen OnAir Klangwelten entstehen, die das Publikum umhüllen, es umarmen und immer wieder überraschen. INGO APPELT Nach seinem Kurzauftritt beim Löhner Oktoberfest kehrt der Altmeister am 1. Februar mit seinem Programm „Besser ist besser in die Werrestadt zurück. Appelt stellt sich selbst als Konkursverwalter der Männlichkeit dar und möchte Erkenntnisse über moderne Beziehungskisten auf der Bühne präsentieren. Überraschende und simple Lösungen für die kompliziertesten Probleme zu finden ist seine Stärke. Er nimmt die schrägsten Trends und die lächerlichsten Stars unter die Lupe. Außerdem hat er die verweichlichte Männerwelt im Visier und zeigt, wie aus Memmen Kerle werden. Ingo Appelt wurde erstmals im Jahre 1989 bekannt, als er einen Auftritt auf der Jugendkonferenz hatte. Danach sah man ihn oft im Fernsehen. Heute ist er bekannt durch die TV Sendung „Mario Barth deckt auf!". CHRISTIAN REDL Eine szenische Lesung steht am 22. Februar auf dem Programm. Ein Tisch, ein Mikro, ein Stuhl. Mehr braucht einer wie Christian Redl nicht, um das zu erzeugen, was laut Alfred Hitchcock „Suspense" ausmacht: Pure Krimispannung. Der Schauspieler, dessen Gesicht man sofort mit dem wortkargen TV-Kommissar Krüger im „Spreewaldkrimi" verbindet, liest wahre Kriminalgeschichten aus dem Magazin Stern Crime. Redl hat selbst die Fälle ausgesucht, die das Publikum bannen sollen. Gut aufgeschriebene Geschichten, in denen es nicht um kriminalistische Erfolge geht, sondern um die Lebenslügen, Eigenheiten und Motive von Menschen. KONRAD BEIKIRCHER Bereits im Oktober war Konrad Beikircher in der Löhner Matthäuskirche zu sehen. Nun kommt er am 2. März auch in die Werretalhalle, und zwar mit seinem Programm „Passt schon". Die Zeiten werden immer komplizierter, keiner blickt mehr durch und alle verstecken sich immer mehr in der Überschaubarkeit der Region, in der sie leben. Heimat ist angesagt. Konrad Beikircher schaut, worin sich die Regionen überhaupt unterscheiden. Und er kommt zu dem Ergebnis: man erfährt viel über die Leute, wenn man schaut, worüber sie lachen. Und weil Beikircher ein Mensch ist, der mitten im Leben steht, erzählt er auch so einiges übers Älter werden und Jung sein müssen. Und über die politische Weltlage. Dabei beschäftigt ihn nicht nur der Brexit. KAY RAY Bekannt ist er als bunter Hund, als Diva mit Bart und grün-blauem Lippenstift, mit toupierten Haaren und dramatischem Make-up. Sowie für seine Gags über Heteros, Schwule sowie A-, B- und C- Promis. Und für seine leidenschaftlichen Interpretationen von Milva bis Billy Joel. Doch stehenbleiben ist nichts für den Paradiesvogel der Comedy. Und so hört man in seinem aktuellen Programm "YOLO!" zwischen den bewährten Provokationen auch mal nachdenklichere Töne. Kay Ray polarisiert. Wer in seine Show geht, braucht Mut. Doch wer diesen Mut aufbringt, wird belohnt. Kay Ray schafft den Spagat zwischen Brachialsatire und Anspruch, zwischen Pop und tiefsinnigen Melodien. Zu erfahren am 3. Mai.

realisiert durch evolver group