Von kleinen Künstlern gemalt: Rolf Wefelmeier (hinten v. l.), Jörg Wietheld, Katharina Stürmer-Strassner (Mitte v. l.), Dagmar Wietheld und Margret Wefelmeier betrachten die Bilder der Schüler. - © Angelina Kuhlmann
Von kleinen Künstlern gemalt: Rolf Wefelmeier (hinten v. l.), Jörg Wietheld, Katharina Stürmer-Strassner (Mitte v. l.), Dagmar Wietheld und Margret Wefelmeier betrachten die Bilder der Schüler. | © Angelina Kuhlmann

Löhne Ausstellung: Hundertwasser von Grundschulkindern gemalt

Eigentlich haben die Grundschüler aus Obernbeck über das Thema „Zuhause“ gesprochen. Im Kunstunterricht entstanden dann Bilder mit bunten Fantasiehäusern. Die werden ab Freitag ausgestellt.

Angelina Kuhlmann

„Zuhause fühle ich mich wohl und ich darf sein wie ich bin", schreibt Ame in ihrem Gedicht, dass an einer Wand im Gemeindehaus Obernbeck hängt. Zuhause, das ist ein Thema, dass die Schüler der Klasse 4b ziemlich fasziniert hat. Angefangen hat das im Religionsunterricht mit der Frage, wieso die Kirche als „ein Haus für Viele" bezeichnet wird. Herausgekommen ist ein tolles Projekt, dass jetzt in der Galerie an der Christuskirche ausgestellt wird. Zuhause hat für die Kinder viele Bedeutungen „Wir haben mit den Kindern gesprochen, für sie Zuhause bedeutet", erinnert sich Schulleiterin Katharina Stürmer-Strassner. Dazu fiel denen eine Menge ein: „Rückzugort", „chillen" und „Ich bin ich" waren nur einige der Verbindungen zum eigenen Zuhause.Im Kunstunterricht fragten die Schüler dann, ob sie nicht ihre eigene „bunte Welt" in Form von Fantasiehäusern malen könnten. Immerhin waren die Köpfe ja nun voll mit Gedanken darüber, wie ein Zuhause zum Wohlfühlen so aussehen muss. Da kam den Lehrkräften die Idee den Künstler Friedensreich Hundertwasser mit ins Boot zu holen. Bunte Farben, fantasievolle Formen und Häuser waren zu dessen Lebzeiten seine Leidenschaft. Gerade Linien gab es bei ihm nie. Seine Bilder und vor allem auch Bauten sind weltweit bekannt, wie zum Beispiel die Grüne Zitadelle in Magdeburg. Schüler hatten die Idee ihre Fantasiehäuser zu malen Schnell griffen die Grundschüler nach der Beschäftigung mit dem Künstler selber zu Stift und Pinsel und fingen an Häuser aufs Papier zu bringen. Dabei orientierten sie sich an den Formen und Motiven, die Hundertwasser benutzte. Den fanden die Schüler nämlich ganz schön „cool", sagt Katharina Stürmer-Strassner.Danach entstanden dann farbenfrohen Malereien mit Acrylfarbe auf Leinwänden. Nebenbei bastelten sie auch einige Häuser als kleine Pappmodelle nach und schrieben kurze Geschichten und Gedichte zu ihrem „Zuhause". Die fertigen Kunstwerke werden jetzt ausgestellt Diese Bilder und Texte wurden gestern in der Galerie des Gemeindehauses Obernbeck von Margret und Rolf Wefelmeier, Jörg und Dagmar Wietheld und Katharina Stürmer-Strassner sorgfältig aufgehängt. Denn unter dem Motto „Meine Welt in der bunten Stadt" werden dort 25 Stücke der kleinen Künstler bis Ende Januar 2018 kommenden Jahres ausgestellt. Für Stürmer-Strassner etwas Besonderes: „Als Schule hat man nicht immer de Möglichkeit auf so einer Ausstellungsfläche zurückzugreifen." Vor fünf Jahren hatte es schonmal eine Zusammenarbeit zwischen Galerie und der Schule gegeben. Rolf und Margret Wefelmeier ist die Begeisterung über die bunten Farbtupfer in der hell gehaltenen Ausstellungshalle deutlich anzumerken. „Hundertwasser ist ein Phänomen", sagt Rolf Wefelmeier. Wie der Künstler es geschafft hat, Architekten von seinen Ideen zu überzeugen, beeindrucke ihn. Diesen Freitag findet sogar eine Vernissage statt Am Freitagnachmittag eröffnen die Grundschüler ihre Ausstellung gemeinsam mit Eltern und Verwandten. Jedes Kind wird etwas zu seinem Bild oder Text erzählen und die selbstgebastelten Modelle werden noch als „Hingucker" aufgestellt.Darüber hinaus findet um 19 Uhr sogar eine richtige Vernissage rund um das Projekt der Schüler und den Künstler Hundertwasser statt, zu der jeder Interessierte herzlich eingeladen ist. Rolf Wefelmeier hat sich schon länger mit dem Leben von Friedensreich Hundertwasser beschäftigt. Bei der Vernissage wird er in einem kurzen Vortrag die Person näher beleuchten. Die Veranstaltung wird dabei musikalisch mit Oboe und Klavier begleitet. „Die Kinder können sich nicht vorstellen, das Leute sich ihre Bilder anschauen", sagt Stürmer-Strassner lachend. Einige wollen ihre Werke jetzt sogar verkaufen.

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