Veränderung: Auch das Dach des Rollenspielhauses ist neu. Dort wird die Leiterin der AWO-Kita „In den Tannen", Alexandra Seregin, das neue „Büro" für die Kinder einrichten. Hinein kommen zwei PCs zum Lernen. - © Susanne Barth
Veränderung: Auch das Dach des Rollenspielhauses ist neu. Dort wird die Leiterin der AWO-Kita „In den Tannen", Alexandra Seregin, das neue „Büro" für die Kinder einrichten. Hinein kommen zwei PCs zum Lernen. | © Susanne Barth

Löhne AWO Kita "In den Tannen" zieht wieder zurück

Susanne Barth

Löhne. Der nächste Umzug steht für die Erzieher und die 64 Kinder der Kita „In den Tannen" der Arbeiterwohlfahrt (AWO) kurz bevor. Nachdem im Februar Dachmängel am Gebäude in Gohfeld aufgefallen waren, ist der Kindergarten mit Sack und Pack in das ehemalige Grundschulgebäude Löhne-Bahnhof gezogen. Jetzt heißt es nach fast acht Monaten wieder Abschied nehmen. Die Sanierung in Gohfeld läuft auf Hochtouren, der Wiedereinzug ist am 23. Oktober geplant. „Alle atmen auf", sagt die Leiterin der Kita, Alexandra Seregin. Das Ausweichquartier mitten im Löhner Stadtkern sei toll gewesen, auch haben sich alle „gut aufgenommen gefühlt", man habe die zentrale Lage für Ausflüge genutzt, aber die Entfernung morgens zur Kita sei für einige eine Herausforderung gewesen. „Wir freuen uns, wieder in unsere Kita zurückgehen zu können", sagt Seregin. Bei der jährlichen Dachwartung sind im Februar Mängel aufgefallen. Die Holzkonstruktion war an einigen Stellen beschädigt, so mancher Balken marode. Der Kitabetrieb war der AWO dort zu gefährlich. Träger und Stadt reagierten schnell, und ein neues Quartier auf Zeit fand sich in der ehemaligen Grundschule und der OGS Löhne-Bahnhof. Das Dach war an drei Stellen undicht, das entsprach 15 Quadratmetern Gutachter, Statiker und Architekt waren parallel beauftragt, um den Schaden zu begutachten, dessen Ausmaß zu Anfang nicht deutlich war. Die Sanierung hat sich in die Länge gezogen, es musste auf die Entscheidung der Versicherung gewartet werden, erst dann durfte mit der Reparatur begonnen werden. Seit dem 19. September ist das Unternehmen Homedach aus Minden nun vor Ort. Die Arbeiter haben die 680 Quadratmeter große Dachfläche genau unter die Lupe genommen. „An drei Stellen war diese beschädigt, das sind etwa 15 Quadratmeter", sagt Uwe Horstmann, Inhaber des Unternehmens. Dennoch haben die Arbeiter über die komplette Dachfläche eine spezielle Folie neu verlegt. Die Abdichtungsbahn ist dampfdiffusionsoffen, das bedeutet konkret: Sie lässt Feuchtigkeit aus den Räumen heraus, aber keine Feuchtigkeit nach innen eindringen, erzählt Horstmann weiter. Die Balken, die beschädigt waren, haben die Arbeiter freigeschnitten. Horstmann: „Diese wurden verstärkt oder ersetzt." Um die Mängel schnell zu beheben, sind konstant acht Mitarbeiter vor Ort. „Sie geben alles, damit wir wieder zurück ziehen können", sagt Rike Vorher, Fachberaterin für Kindertagesstätten bei der AWO. Das erlebt auch Leiterin Seregin so. „Seit die Arbeiten gestartet sind, geht es hier rund." Alle ziehen an einem Strang. Die Kinder wissen Bescheid, fragen nach den Fortschritten und die Erzieher haben ihnen das anhand von Fotos erklärt. Zum Beispiel, als das Gerüst um das Gebäude aufgebaut worden ist. „Die Kinder sind voller Vorfreude", sagt Seregin. Die Erzieher können sich auch auf die Eltern verlassen, die mit anpacken Die Freude, die sich auch auf die Eltern verlassen kann. „Alle packen mit an, wir haben schon einiges wieder nach Gohfeld gefahren. Das erleichtert den Umzug." Ab dem 16. Oktober geht es in die richtigen Vorbereitungen, drei Tage später kommt das Umzugsunternehmen. Die AWO hat die Zeit des Leerstands genutzt und weitere Arbeiten umgesetzt. So ist der Wasserkessel ausgetauscht worden, neue Rohre wurden verlegt und kurzerhand haben sich die Erzieher entschlossen, den Teppich in der Bücherei rauszureißen. Der Hausmeister hat Wände gestrichen und auch so manche Einrichtungsgegenstände haben eine Sanierung bekommen. Während Dachdecker das große Dach reparieren, bekam auch das Rollenspielhaus ein neues. Nach Holz riecht es immer noch im Raum. „Das Haus wird das neue ’Büro’ für die Kinder", sagt Seregin. Dort richten die Erzieher zwei Computerplätze ein – zum Üben für die Lernwerkstatt. Aufgehübscht wird das Gebäude an allen Ecken. Drei Mitarbeiter der Reinigungsfirma Weber aus Bünde haben gestern mit der Grundreinigung begonnen. Sie putzen Fenster, wienern den Boden, stauben alle Balken ab. Die Firma Inklusia aus Löhne hat sich derweil die Außenanlage vorgenommen. So bekommen die Kinder und Mitarbeiter zum Wiedereinzug eine alte Kita mit frischem Gesicht.

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