Mahner Feld: Hier stehen gleich mehrere Bauprojekte an. - © Jens Reddeker
Mahner Feld: Hier stehen gleich mehrere Bauprojekte an. | © Jens Reddeker

Löhne Mehrere Neubauprojekte sind im Gewerbegebiet Mahner Feld geplant

Dirk Windmöller

Löhne. Die Firma Medicasa hat vor Kurzem ihr zehnjähriges Bestehen gefeiert. Der Altenheimeinrichter ist bisher das einzige Unternehmen, das im neu erschlossenen Teil des Gewerbegebiets Mahner Feld an der Oeynhausener Straße gebaut hat. Nicht mehr lange. „Wir haben zwei weitere Grundstücke mit einer Gesamtfläche von 20.000 Quadratmeter verkauft", sagt Ulrich Niemeyer, Amtsleiter für die Stadtentwicklung und oberster Wirtschaftsförderer in Löhne. Niemeyer will die Namen der Unternehmen noch nicht verraten. Aber die Branchen nennt er. „Eine Firma aus dem Handwerksbereich wird es sein und ein Maschinenbauer. Der Maschinenbauer kommt neu nach Löhne." Dort arbeiten zurzeit 40 Beschäftigte. „Das Unternehmen wird sich aber am neuen Standort deutlich vergrößern. Da gibt es eine Menge Wachstumspotenzial." Dazu kommt, dass mit jeder „echten" Neuansiedlung auch die Zahl der für die Stadtkasse so wichtigen Gewerbesteuerzahler steigt. Es gibt noch fünf weitere Grundstücke für Gewerbe im Mahner Feld Die Grundstücke sind nicht nur verkauft. Auch die Planungen sind weit fortgeschritten. „Dort wird spätestens im nächsten Jahr gebaut. Es könnte auch schon eher sein. Das hängt natürlich von Faktoren wie Baugenehmigung und Finanzierung ab", so der Wirtschaftsförderer. Neben den zwei verkauften Flächen gibt es noch fünf weitere Grundstücke, auf denen sich im Mahner Feld neues Gewerbe ansiedeln kann. „Neben dem House for Kitchen und Windmann gibt es drei Grundstücke auf Erbpacht-Basis", sagt Niemeyer. Bei der Erbpacht wird das Grundstück nicht gekauft, sondern in der Regel für 99 Jahre mit einer entsprechenden Verzinsung verpachtet. Zwei weitere Grundstücke befinden sich noch im Privateigentum. Im Gewerbegebiet Löhne-Hüllhorst hat die Firma BWZ ihren Neubau fast fertig gestellt. Auf Hüllhorster Seite ist dort schon einiges mehr gebaut worden. In Löhne steht der nächste Spatenstich noch aus. „Wir führen konkrete Gespräche mit zwei Interessenten. Hier seien die Grundstücke deutlich größer. „Das beginnt bei 5.000 Quadratmeter. Für diese Flächen kommt natürlich längst nicht jedes Unternehmen infrage." Eine Fläche, so groß wie 19 Fußballfelder, kann noch bebaut werden Im Gewerbegebiet Oberer Hellweg hat Hermes auf dem Scheidkamp die größte Halle der Region gebaut. Dort befindet sich auch die mit Abstand größte Gewerbefläche in Löhne. „Insgesamt können dort 8,5 Hektar bebaut werden", sagt Niemeyer. Auf so einer Fläche würden etwa 19 Fußballfelder Platz finden. Dort ist ein 8.000 Quadratmeter großes Grundstück verkauft. „Das hat sich ein Kunststoffverarbeiter gesichert. Der hat zehn Mitarbeiter. Aber auch diese Fläche bietet eine Menge Expansionspotenzial." Auch wenn es nicht ums Thema Industrie geht, hat Niemeyer eine weitere große Fläche im Stadtgebiet regelmäßig im Blick: Den ehemaligen Ratio/Famila Standort. Seit der Schließung im August 2013 steht das Gebäude leer. Nur die Tankstelle hat auf dem riesigen Areal noch geöffnet. „Auch hier laufen nach unseren Informationen Gespräche über eine neue Nutzung. Die haben sich aber noch nicht konkretisiert." Möglich sei ein Neubau ebenso wie die Umgestaltung des Gebäudes.

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