Experten zum Arbeitsschutz von der Bezirksregierung Detmold inspizierten die Brandruine an der Kampstraße in Melbergen - © Ulf Hanke
Experten zum Arbeitsschutz von der Bezirksregierung Detmold inspizierten die Brandruine an der Kampstraße in Melbergen | © Ulf Hanke

Löhne Hahne lässt vorsorglich Betriebshof reinigen

Gutachter geben grünes Licht für die Lebensmittelproduktion. Geschäftsführer Nikolaus Hahne: „Wir sind mit einem blauen Auge davongekommen.“

Ulf Hanke

Löhne. Wegen des Asbest-Verdachts auf der Brandruine in Melbergen ist der Betriebshof der benachbarten Hahne Mühlenwerke tagelang von Spezialisten gereinigt worden. Für die Lebensmittelproduktion in den Hallen bestand nach Auskunft von Geschäftsführer Nikoloaus Hahne jedoch keine Gefahr. Im Gespräch mit der NW über das Großfeuer in der Nachbarschaft sagte er: „Bei uns ist gottseidank nichts abgebrannt. Wir sind mit einem blauen Auge davongekommen." Die Bezirksregierung geht davon aus, dass in den 5.000 Quadratmeter großen Gewerbehallen auch Asbest als Dämmstoff eingesetzt worden ist. Zwei Drittel der Hallen sind abgebrannt. Das Asbest könnte bei Betreten der Brandruine aufgewirbelt werden und ist gesundheitsschädlich. Nach Auskunft eines Sprechers der Detmolder Behörde besteht aber nur ein Verdacht. Dennoch bedeutet das für die Lebensmittelproduktion der benachbarten Hahne Mühlenwerke zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen. „Wir behandeln den Verdacht so als ob er zutrifft", sagte Geschäftsführer Nikolaus Hahne. Wenige Meter von dem Feuer entfernt werden in den Hahne-Hallen Lebensmittel verpackt. Gutachter haben deshalb Proben genommen, aber nach Auswertung grünes Licht für die Lebensmittelproduktion gegeben. Damit die Asche aus der Brandruine nicht auf das Betriebsgelände weht, hat Hahne außerdem eine Folie am Grenzzaun entlang gespannt. Die Feuerwehr hatte noch in der Brandnacht diesen Metallzaun aufgetrennt, um von dort besser löschen zu können und einen Heizöltank vor den Flammen zu schützen. Der Gewerbekomplex an der Kampstraße war in der Nacht zum Donnerstag, 7. September, in Flammen aufgegangen. Seitdem versuchen Polizei und Brandgutachter die Ursache des Feuers zu ermitteln. Bisher liegen nach Auskunft des Polizeisprechers keine Ergebnisse vor.

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