Brandruine: Die Lagerhalle an der Kampstraße in Melbergen am Morgen danach. - © Ulf Hanke
Brandruine: Die Lagerhalle an der Kampstraße in Melbergen am Morgen danach. | © Ulf Hanke

Löhne Großbrand in Löhne: Lagerhalle zerstört, riesige Rauchwolke über der Stadt

Löscharbeiten dauern bis in den Morgen / Rund 180 Feurwehrleute im Einsatz / Hoher Sachschaden

Angela Wiese
Dirk Windmöller

Jens Reddeker

Löhne. Ein Großbrand hat in der Nacht zu Donnerstag eine Lagerhalle in Löhne im Kreis Herford zerstört. Wie die Feuerwehr mitteilte, brannte ein Großteil der Halle an der Kampstraße - eine große Rauchwolke stand am Mittwochabend über dem Gebäude. „Die Halle ist etwa 5.000 Quadratmeter groß und 3.500 Quadratmeter davon sind betroffen", sagte der Leiter der Feuerwehr Löhne, Ralf Krause. Ein Teil des Daches stürzte ein. Verletzt wurde den Angaben der Feuerwehr zufolge niemand. Die Löscharbeiten endeten erst am Donnerstagmorgen. Der Schaden beträgt nach ersten Schätzungen mehrere Hunderttausend Euro. Konkrete Hinweise auf eine Brandursache liegen derzeit nicht vor. Brandermittler der Kriminalpolizei Herford haben am Nachmittag die Arbeit am Brandort auf. Das Feuer war am Mittwoch etwa gegen 22.30 Uhr ausgebrochen. Es gab Explosionsgeräusche, die kilometerweit zu hören waren. 25 Fahrzeuge der Feuerwehr waren vor Ort und versuchten, den Brand zu löschen. Rund 180 Feuerwehrleute waren im Einsatz. In der Halle haben mehrere Unternehmen ihren Sitz. „In einem kleineren Bereich der Halle waren Schaumstoffpolster und Betten gelagert", sagte Krause. Wenn der Schaumstoff brenne, sorge er für sehr hohe Feuerintensität. Die Polizei sperrte die angrenzenden Straßen, um Platz für die Einsatzfahrzeuge zu schaffen. Einige Anwohner mussten zur Sicherheit ihre Wohnungen verlassen. Die Feuerwehr schaffte es auch, ein Übergreifen des Feuers auf Nachbarhäuser zu verhindern. Ein besonderes Problem war die massive Rauchentwicklung. Die Feuerwehr und das Deutsche Rote Kreuz riefen die Anwohner in Löhne-Gohfeld in der Nacht über Twitter und das Online-Warnsystem Katwarn dazu auf, Türen und Fenster geschlossen zu halten. Bei zahlreichen Messungen seien aber keine auffälligen Werte festgestellt worden. „Das war schon eine extreme Brandausbreitung. Aber es gab zu keiner Zeit eine Gefahr für die Bevölkerung", sagte Krause. In den frühen Morgenstunden hatte die Feuerwehr den Brand unter Kontrolle. Zerstört sind von dem 5.000 Quadratmeter großen Hallenkomplex etwa 3.500 Quadratemter. Trotz des großen Schadens zieht Krause eine positive Bilanz: „Es hätte deutlich schlimer kommen können." Ein Twitternutzer postete am Abend dieses Foto: Großbrand in Löhne Gohfeld... @oeynipic.twitter.com/sbukHELjLE — M.W. Schlattmeier (@ms_DEVK_bo) 6. September 2017

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