Die Sparkasse an der Königstraße wurde überfallen. - © Felix Eisele
Die Sparkasse an der Königstraße wurde überfallen. | © Felix Eisele

Löhne Nach Sparkassen-Überfall: Mitarbeiter erhalten psychologische Hilfe

Angestellte bekommen Unterstützung vom Arbeitgeber. Polizei ermittelt in alle Richtungen

Felix Eisele

Löhne. Am Tag nach dem Überfall erinnerte an der Königstraße nichts mehr an die Ereignisse. Während in die Sparkassenfiliale wieder Ruhe einkehrte, gingen die polizeilichen Ermittlungen weiter ihren Gang. Ergebnisse aber gab es vorerst nicht. Nachdem die Sparkassenfiliale für die Tatortaufnahme und aus Rücksicht auf die überfallenen Mitarbeiter am Donnerstag geschlossen geblieben war, konnten die Kunden ihre Bank am Freitag wie gewohnt aufsuchen. Lediglich die Angestellten, die am Vortag heimtückisch überfallen worden waren, fehlten. Wie berichtet, hatten sich in der Nacht zu Donnerstag zwei noch unbekannte Männer Zutritt zu einem Nebenraum der Filiale verschafft und dort auf die Mitarbeiter der Sparkasse gewartet. Am Morgen dann hatten sie die Angestellten überwältigt und gefesselt. Weil ihre Versuche, Tresor und Geldautomat zu öffnen, scheiterten, flüchteten sie lediglich mit erbeuteten Wertgegenständen der Mitarbeiter. »Wir fühlen mit den betroffenen Kollegen« Materiell betrachtet dürfte den Angestellten dennoch kein Schaden entstehen. Da der Überfall im Rahmen eines Arbeitsverhältnisses erfolgte, werde der Vorfall als Arbeitsunfall gewertet, hieß es gestern von Seiten der Sparkasse: „Die entstandenen Schäden der betroffenen Mitarbeiter sind versichert." Schwerer wiege hingegen der erlittene Schock. „Wir fühlen mit den betroffenen Kollegen und tun alles, was uns möglich ist, um unsere drei Mitarbeiter nach diesem schockierenden Erlebnis zu unterstützen", sagte Peter Becker, Vorstandsmitglied der Sparkasse Herford, auf Nachfrage der NW. Eine psychologische Betreuung ist eingeleitet. Von den Tätern fehlt noch jede Spur. „Wir ermitteln in alle Richtungen, sind über Hinweise weiterhin dankbar", sagte Polizeisprecher Steven Haydon. Diese sind zu melden unter Tel. (05221) 88 80.

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