Mobil: Bewohnerin Elsa Lücking drehte eine Runde mit Klaus Gruschke vom Sozialdienst auf dem Tandemfahrrad. Foto: D.Friedrichsmeier - © Dario Friedrichsmeier
Mobil: Bewohnerin Elsa Lücking drehte eine Runde mit Klaus Gruschke vom Sozialdienst auf dem Tandemfahrrad. Foto: D.Friedrichsmeier | © Dario Friedrichsmeier

Löhne Ein Haus voller Leben

Geburtstag: Sommerfest im Seniorencentrum St. Laurentius mit Feier zum 40-jährigen Bestehen. Auch in den nächsten Jahren soll den Bewohnern ein möglichst individuelles Wohnen und Leben ermöglicht werden

Dario Friedrichsmeier

Löhne. Sommerfest und 40-jährige Jubelfeier – das gibt es nicht oft. Am Samstag kam im Seniorencentrum St. Laurentius jeder auf seine Kosten. Ob familiäre Fotos in der Fotobox, mit dem Tandemrad die Umgebung entdecken oder Zuckerwatte genießen – all dies und noch vieles mehr wurde Bewohnern, Angehörigen, Nachbarn und interessierten Gemeindemitgliedern geboten. „Das Sommerfest ist eine Gelegenheit für die Bewohner, ihre Familie zu sich einzuladen", sagt Almut Neijzen, Leitung des Sozialdienstes. Diese Möglichkeit hatte Bewohnerin Doris Pottoff (85) genutzt, um ein paar Stunden zusammen mit ihren Angehörigen zu verbringen. Pottoff wohnt seit Oktober 2016 im Seniorencentrum und fühlt sich dort sehr wohl. Bei ihr gab es jedoch noch einen Grund zur Freude, denn sie war das Geburtstagskind des Tages und bekam von allen Besuchern ein Ständchen gesungen. Angeleitet vom Shantychor aus Herford, der die musikalische Gestaltung des Nachmittags übernahm und der 85-jährigen besonders gut gefiel. „Das ist meine Musik", so Pottoff. Mitbewohner Thomas Houppert (56) ist seit zwei Monaten in der Einrichtung und fühlt sich dort sehr wohl. „Alle sind sehr hilfsbereit und es herrscht ein freundliches Klima", so Houppert. Doris Pottoff als auch Thomas Houppert schätzen das tägliche Angebot – von Sport über Gesellschaftsspiele bis hin zum Singen – an Aktivitäten sehr. Einrichtungsleiterin Heike Strüber erklärt: „In den Jahren ist viel passiert. Das Thema Wohnen im Alter gewinnt weiter an Bedeutung und der Bedarf an differenzierten Wohnformen wächst". Das Seniorenheim in Löhne-Gohfeld gibt es seit 40 Jahren. Ende der 60er Jahre hatte eine kleine katholische Gemeinde mit 3.500 Gläubigen die Idee, ein Wohnheim für ältere Menschen zu erbauen. Es dauerte fast zehn Jahre bis der Plan in die Tat umgesetzt wurde. Neben der Planung musste auch an die Finanzierung des Projektes gedacht werden. Bei einer Bausumme von damals acht Millionen D-Mark kamen dem Kirchenvorstand einige Bedenken, ob diese damalige große Summe von der kleineren Gemeinde finanziert werden konnte. Deshalb bat der Kirchenvorstand den Verein für Caritasheime des Erzbistums Paderborn das Altenheim nicht nur zu erbauen, sondern auch die Verantwortung für den Betrieb zu übernehmen. Insgesamt 17 Monate wurde gebaut bis die ersten Bewohner am 1. April 1977 in das Altenheim mit 160 Plätzen einziehen konnten. Vor zehn Jahren wurde St. Laurentius komplett umgebaut, vollständig saniert und konzeptionell den Bedürfnissen der Bewohner angepasst.

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