Im Verein aktiv: Nils Tasto (30, Gohfeld) und Lars Stiegelmeier (38, Obernbeck) imkern aus Leidenschaft. - © Susanne Barth
Im Verein aktiv: Nils Tasto (30, Gohfeld) und Lars Stiegelmeier (38, Obernbeck) imkern aus Leidenschaft. | © Susanne Barth

Löhne Löhner Imkerverein wird 100 Jahre alt

Im Jahr 1917 schlossen sich die Imker auf der Ebene des heutigen Stadtgebiets zusammen. Am Sonntag, 2. Juli, wird auf dem Gelände der Gesamtschule mit einem großen Programm gefeiert

Dirk Windmöller

Löhne. Schon in der Steinzeit stand Honig auf dem Speiseplan unserer Vorfahren. Bis sich die ersten Imkervereine gründeten, vergingen viele tausend Jahre. In Löhne feiert der Verein in diesem Jahr am 2. Juli ab 10.30 Uhr auf dem Gelände der Bertolt-Brecht-Gesamtschule sein 100-jähriges Bestehen. Honig wurde auf dem Gebiet der heutigen Stadt Löhne auch schon früher gemacht. "Aber damals war dann der Entschluss gefallen, dass es sinnvoll ist, sich in einer größeren Einheit zu organisieren. Vorher hatten die Ortsteile kleine Vereine", sagt Vereinsmitglied Lars Stiegelmeier. Dabei sei es natürlich auch um die Geselligkeit gegangen, allerdings hatte die Vereinsgründung auch ganz praktische Gründe. "Ein Ziel war es, sich im Verein besser über Krankheiten der Bienenvölker zu informieren und so im besten Fall größere Schäden zu vermeiden", sagt Stiegelmeier. »Vom vielzitierten Bienensterben kann nicht die Rede sein« Das sei auch heute noch so. "Bei Krankheiten von Bienenvölkern besteht die Meldepflicht. Die amerikanische Faulbrut sorgt immer wieder für Probleme. Und da kann man im Verein einer schrecklichen Lage schneller Herr werden", so Stiegelmeier. Für Ärger sorgt auch die Varoa-Milbe. "Vom vielzitierten Bienensterben kann aber nicht die Rede sein", betont der Imker. Und natürlich geben sich die Imker im Verein ganz praktische Tipps rund um Nektar und Wabe. Wie wichtig die Bienen sind, bringt der Vorsitzende Thomas Klar auf den Punkt: "Bienen sind nach Rindern und Schweinen weltweit die wichtigsten Nutztiere." Die Mitgliederzahl des Vereins hat sich gut entwickelt. "Wir sind jetzt 30 Mitglieder. Viele Jahre kamen wir nicht über zwölf. Seit den 1950er Jahren ging es über Jahrzehnte bergab. Bis das Imkern vor ein paar Jahren als das neue Yoga entdeckt wurde", sagt der Vorsitzende. »Wir betreiben eine Schulimkerei an der Gesamtschule« Ihr Hobby möchten die Imker bei ihrer Jubiläumsfeier den Besuchern vorstellen. "In Zusammenarbeit mit der Bertolt-Brecht-Gesamtschule betreiben wir dort eine Schulimkerei. Und so ist die Schule der ideale Ort für unsere Feier", sagt Lars Stiegelmeier. "Hier haben wir schon Bienenvölker, so dass wir unsere Arbeit mit den Bienen gut demonstrieren können", erklärt er. Gezeigt wird, wie der Honig von der Wabe ins Glas kommt. Und das möglichst anschaulich. "Wir werden ein Schauschleudern vorbereiten", sagt Stiegelmeier. Mit einer besonderen Aktion wird die Schulimkerei Kirchlengern das Programm ergänzen. "Die stellen ein Pollenanalyse vor. So lässt sich nachweisen, woher der Honig kommt", sagt der Vereinsvorsitzende. Der Bienenzuchtberater Guido Esch wird zudem ab 13 Uhr einen Vortrag über das Leben der Bienen halten. "Der ist für Laien und Imker gleichermaßen interessant", verspricht Lars Stiegelmeier. Hinzu kommt eine kleine historische Ausstellung. Ein Festakt mit einem Grußwort des Bürgermeisters ist für 11 Uhr geplant. Die Besucher erwartet auch ein Rahmenprogramm. Start ist um 10.30 Uhr.

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