Ohne Bearbeitung war das Wasser eiskalt und grün, erzählt Linda Eilbracht lachend. - © PIA WITTENBORN
Ohne Bearbeitung war das Wasser eiskalt und grün, erzählt Linda Eilbracht lachend. | © PIA WITTENBORN

Löhne Perfekte Bilder für die Netzwelt

Mein Blog (3): Auf dem Instagram-Profil von Linda Eilbracht dreht sich alles ums Modeln

Friderieke Schulz

Löhne. "Für mich ist es eine schöne festgehaltene Erinnerung und es macht Spaß", sagt Linda über das Modeln. Begonnen hat sie damit vor zehn Jahren in einem Türkeiurlaub mit ihrer Mutter. Bis heute ist sie ihrer Leidenschaft treu geblieben. Wenn es geht, shootet sie einmal im Monat. Die Bilder lädt sie dann auf Instagram hoch. Knapp 300 Follower hat sie. "Nicht viele", meint die Bürokauffrau bescheiden. Zu Instagram kam sie über die Plattform Modelkartei. "Dort habe ich mich vor zehn Jahren angemeldet. Als es dort unprofessioneller wurde, habe ich mich umorientiert", sagt Linda. Seit einem Jahr hat sie neben dem Instagram-Profil auch eine offizielle Facebook-Seite. Auf beiden postet sie vor allem Modelbilder von sich selbst. "Das war auch von Anfang an klar. Ich möchte nicht, dass jedermann einen tiefen Einblick in mein Privatleben bekommt. Das zu trennen, darauf lege ich großen Wert." Nur selten poste sie Bilder aus ihrem Leben. Viele Hashtags schaffen Reichweite Für eine möglichst große Reichweite nutzt Linda Hashtags. "Modellife, photooftheday, Fotografie und so weiter. Eben alles, was man mit dem Thema verbindet. Man darf bis zu 30 posten und ich versuche immer auf rund 20 zu kommen. Das bringt mehr Likes." Unter ihren Followern sind vor allem Menschen, die ebenfalls mit dem Thema Foto verbunden sind: Models, Fotografen, Visagisten. Aber auch Löhner und Bad Oeynhausener folgen der Bürokauffrau. "Es sind vor allem Fotografen aus der Gegend hier. Manche von ihnen kenne ich bereits, viele aber auch nicht." Sie selbst folgt ebenfalls Menschen. deren Bilder ihr gut gefallen. Denn Passivnutzerin ist sie nicht. "Ich schaue mir gern Bilder an. Das inspiriert", sagt sie. Die Ideen bringt sie in Shootings ein. Sowohl Thema der Session, als auch Fotografen wechseln. "Richtig cool war es, als ich mir ein lilafarbenes Prinzessinnenkleid ausgeliehen habe. An dem Tag habe ich mit drei Fotografen gearbeitet", sagt Linda. Ein andermal waren Oldtimer die Requisiten. Ein wechselseitiger Vertrag spart Kosten Ganz schön teuer könnte diese Masse an Shootings werden, doch Linda kennt die Abkürzung zu ihrem Glück: Tfp. "Das heißt Time for Pictures (dt.: Zeit für Bilder) und steht für einen wechselseitigen Vertrag. Weder Model noch Fotograf werden für die entstandenen Bilder bezahlt. Beide dürfen sie für Werbezwecke nutzen. Sonst wäre es ein teurer Spaß." Professionell zu modeln kommt für sie nicht in Frage. "Es ist ein Hobby und das ist gut so. Außerdem fehlen mir die Maße. Ich bin ja nur 1,68 Meter groß." Die meisten Models seien mindestens 1,75 Meter groß. Weil es ein reines Hobby ist, gibt es auch keine aufreizenden Bilder. "Ich mag sehr gerne Porträts oder ausgefallene Sachen", sagt sie und zeigt ein Bild, auf dem sie als Meerjungfrau posiert. "Auf dem bearbeiteten Bild sieht das Wasser schön blau aus. In Realität war es eiskalt und grün", sagt sie lachend. Viele der Motive sind in Löhne, Bad Oeynhausen und der näheren Umgebung entstanden. Die Vorbereitung für die Bilder übernimmt sie selbst: Sie schminkt sich und kauft auch viele Outfits. Eine Arbeit, die mit Likes entlohnt wird. 1.000 Follower sind der Wunsch "1.000 Follower wären schon toll, aber dafür mache ich einfach nicht genug", erzählt sie von ihrem Ziel. Und auch eine Traumlocation hat sie: "San Turin. Die weißen Häuser, der mediterrane Flair das alles würde mich reizen. Es gibt auch Shootingreisen, zum Beispiel nach Mallorca oder auch Thailand. Aber soviel Urlaub habe ich nicht und den verbringe ich lieber mit meinem Freund." Elbracht hat Tipps für das perfekte Foto: "Nie von unten, lieber von oben fotografieren. Und unbedingt auf schönes Licht und die Umgebung achten - Toilettenbilder sind ein No-go."

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