Für die Jugend: Angela Lück (2. v.r.) übergibt ihr Wahlversprechen an Hans Bödecker (v.l.), Yannik Böhm und Ernst-August Coring vom Stadtjugendring Löhne. - © Sandra C. Siegemund
Für die Jugend: Angela Lück (2. v.r.) übergibt ihr Wahlversprechen an Hans Bödecker (v.l.), Yannik Böhm und Ernst-August Coring vom Stadtjugendring Löhne. | © Sandra C. Siegemund

Löhne Wahlversprechen für die Jugendarbeit

Stadtjugendring: Von allen eingeladenen Landtagskandidaten kam lediglich Angela Lück (SPD) zur Aktionsveranstaltung

Sandra C. Siegemund

Löhne. "Eine Diskussion ganz alleine führen, das hatte ich noch nie. Da kann mir ja keiner in die Parade fahren", sagte Angela Lück (SPD) und war ebenso erstaunt wie die Vorsitzenden des veranstaltenden Stadtjugendrings. Als einzige der eingeladenen fünf Kandidaten zur bevorstehenden Landtagswahl war sie zur "Aktion Wahlversprechen" in die Werretalhalle gekommen. "Wir möchten ein öffentliches Signal für die Belange der Jugendlichen in der Politik setzen", sagte Yannik Böhm, Vorsitzender des Stadtjugendrings. "Uns ist wichtig, von den Kandidaten zu erfahren, wie sie sich nach der Wahl für Jugendliche einsetzen wollen." Vorab hatte der Stadtjugendring ein Papier mit den Grundsätzen der Arbeit des Jugendrings an die Kandidaten der CDU, SPD, FDP, Grünen und Linken verschickt und hoffte auf eine unterschriebene Rückgabe der Wahlversprechen. Gute Jugendpolitik, Förderung der Jugendarbeit und Einsatz für eine vielfältige Gesellschaft ohne Hass waren einige der dort aufgeführten Punkte, die die Kandidaten ankreuzen konnten. "Man kann sich auf das berufen, was schriftlich versprochen wurde", so Yannik Böhm. Nicht eingeladen war die AfD, denn "deren Politik passt nicht zu den Interessen des Stadtjugendrings", so Yannik Böhm. "Das Wahlversprechen passt genau zu unserer Politik, daher bin ich in allen Punkten davon überzeugt. Die Jugend ist unsere Zukunft, da müssen wir investieren und sie so früh wie möglich politisch einbinden", so SPD-Kandidatin Angela Lück. "Wir werden eine Menge Geld investieren, um durch spezielle Projektförderung die Jugendlichen fit für die Zukunft zu bekommen", versprach sie und nannte die Projekte Kulturrucksack und "Jekits - Jedem Kind Instrumente, tanzen, singen" als Beispiele. Wichtig ist Angela Lück auch die Jugendarbeit in den Vereinen. "Dort ist eine Menge Potential, beispielsweise in der Jugendfeuerwehr, auch um Menschen mit Behinderungen oder Migrationshintergrund teilhaben zu lassen. Da die Organisationsstruktur in den Herkunftsländern ganz anders ist, ist die Integration anfangs nicht einfach. Wir brauchen engagierte Menschen mit Herzblut, um Jugendliche immer wieder neu zu begeistern. Deren Welt ist sehr bunt geworden und das Vereinsleben zu gestalten, ist eine größere Herausforderung als früher", sagte sie. Sie bedauerte, dass das Wahlrecht ab 16 von anderen Parteien abgelehnt wurde, "ich habe den Eindruck, viele Jugendliche haben ein echtes politisches Interesse und sind reif genug zu wählen." Auf Yannik Böhms Frage, wie sie sich für eine friedliche Welt ohne Gewalt einsetzen werde, antwortete Angela Lück, "wir müssen Menschen, die die Gesellschaft spalten wollen, etwas entgegensetzen und vor Ort Gesicht zeigen. Ich bin beeindruckt, wie viele bei Demonstrationen mitmachen. Wir müssen den Zusammenhalt in der Vielfalt stärken."

realisiert durch evolver group