Eröffnung: Bärbel Hamel (l.) und Karin Stengel vor einem Bild der Künstlerin, das in der Werretalhalle ausgestellt wird. - © Bleck
Eröffnung: Bärbel Hamel (l.) und Karin Stengel vor einem Bild der Künstlerin, das in der Werretalhalle ausgestellt wird. | © Bleck

Löhne Karin Stengel zeigt 60 Werke in der Galerie der Werretalhalle

Etwa 60 Werke der Malerin sind dort zu sehen

Dennis Bleck

Löhne. Skandinavien, Polen und die Türkei. Karin Stengel ist schon viel in der Welt herumgekommen. Das spiegelt sich auch in den Bildern der Künstlerin wider, die sie vom 1. Dezember bis zum 11. Februar nun in der Werretalhalle ausstellt. "Es geht um Flächen, Linien und Landschaften", sagt Stengel. Dabei handele es sich allerdings nicht um Landschaftsmalerei im konventionellen Sinne. "Die Gebiete sind nicht verortbar. Entscheidend ist für mich die besondere Form des Geländes", so Stengel, die den Abstraktionsgrad ihrer Werke hervorhebt. Die diplomierte Grafik-Designerin ist es gewohnt mit Linien zu arbeiten und konstruktiv sowie planend zu gestalten. Daher ist es wenig verwunderlich, dass in ihren Landschaftsbildern als erstes Linien und Formen ins Auge fallen. Mal in einem kräftigen Gelb, mal in einem bedrückenden Blau. "Gelb ist wohl eine der schwierigsten Farben. Kleinste Verunreinigungen können bereits zu unangenehmen Empfindungen und falschen Vorstellungen führen", erklärt die Künstlerin. Etwa 60 Werke stellt Stengel aus. Im Erdgeschoss der Werretalhalle prägen dabei überwiegend konstruktiv gestaltete Arbeiten das Bild: Leuchtend gelbe Rapsfelder, die unterschiedliche Grüntöne überstrahlen, blau schimmernder Roggen sowie weiße Senffelder. Im Untergeschoss entfaltet die Gewalt des Meeres seine Macht. "Der Faszination dieser Naturgewalt kann sich wohl niemand entziehen. Ich als Künstlerin habe versucht den Moment der höchsten Welle festzuhalten", sagt Stengel. Wie lange die Künstlerin an einem Werk arbeitet sei unterschiedlich. "Es ist wie bei allen Dingen im Leben. Manchmal fällt es dir leicht, an anderen Tagen kommst du mit deiner Arbeit einfach nicht voran". Es sei für die Qualität des Bildes jedoch ohnehin unerheblich welche Bearbeitungszeit ein Kunstwerk benötige. "Wichtig ist, dass du für deine Kunst ein Konzept entwickelst". Bärbel Hamel, die Organisatorin der Ausstellung freut sich, dass die sonst weißen Wände der Werretalhalle nun wieder mit Leben gefüllt sind: "Es wirkt alles viel freundlicher und einladender als sonst. Die Kunstwerke hauchen der Halle Leben ein".

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