Erwartungsfroh: Die Viertklässler der Grundschule Löhne-Bahnhof präsentieren stolz die neuen Buchtitel, die sich in dem etwa 70 Jahre alten Reisekoffer befinden und von nun an ausgeliehen werden können. - © Foto: Dennis Bleck
Erwartungsfroh: Die Viertklässler der Grundschule Löhne-Bahnhof präsentieren stolz die neuen Buchtitel, die sich in dem etwa 70 Jahre alten Reisekoffer befinden und von nun an ausgeliehen werden können. | © Foto: Dennis Bleck

Ein Lesekoffer für die Grundschule Löhne-Bahnhof

Spende: Björn Schütte übergab den Schülern 240 neue Bücher. Der Inhaber eines Buchgeschäfts beteiligt sich damit an einem bundesweiten Projekt

Dennis Bleck

Löhne. Auf „Buchfühlung“ gehen nun die Schüler der Grundschule Löhne-Bahnhof. Der Jubel in der Klasse 4b kannte keine Grenzen, als Björn Schütte einen alten Koffer mit 60 neuen Büchern vorbeibrachte. Der Inhaber der Buchhandlung „Das Haus für Bücher“ beteiligt sich an dem bundesweiten Projekt „Lesekoffer“, das die Verlage Ravensburger und Oetinger gestartet haben, um junge Leser zu fördern. „Wir spenden als Buchhandlung 240 Bücher“, sagt Schütte, der sämtliche Klassen der Grundschule mit Spenden bedacht hat. „Die Erstklässler haben natürlich andere Titel bekommen, als die Schüler der Vierten“, erklärt der Buchhändler. Insgesamt sei eine bunte Mischung entstanden. Neben Klassikern wie „Pippi Langstrumpf“ oder „Timm Thaler“ befindet sich auch eine Comicversion von „Emil und den Detektiven“ sowie „Geisterritter“ von Bestseller-Autorin Cornelia Funke in dem über 70 Jahre alten Reisekoffer. „Wir werden die Bücher in kein Regal stellen, dann würde die Aktion etwas ihren Charme verlieren“, sagt Schulleiterin Ulrike Lohöfener. Gerade der alte Koffer sei schließlich das Besondere an dem Projekt. „Als Schule haben wir uns sehr gefreut, als Herr Schütte uns dieses Angebot unterbreitet hat“, sagt Lohöfener. Man könne schließlich nie früh genug mit der Leseförderung beginnen und die Anschaffung so vieler Bücher sei im Budget sonst nicht vorgesehen. Wenn die vierten Klassen am Ende des Schuljahres auf die weiterführende Schule wechseln, wird der Koffer an den nachfolgenden Jahrgang vererbt. „So kommen nach und nach alle in den Genuss der verschiedenen Titel“, sagt Björn Schütte. Lohöfener ergänzt: „Auch die Parallelklassen tauschen die Koffer untereinander aus, so dass für jeden Jahrgang nicht nur 60, sondern 120 Titel zur Verfügung stehen.“ Zudem füllen die Schüler ein Lesetagebuch aus, in dem sie ihre Lieblingsbücher aus dem Koffer eintragen können. „Das Tagebuch ist sinnvoll, damit sich die Schüler nach der Lektüre noch mit der Reflexion beschäftigen“, erklärt Schütte der unterstreicht, dass sich die Kinder dann ganz anders mit dem Gelesenen auseinandersetzen würden.

realisiert durch evolver group