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Herford/Löhne Todesfall am Herforder Bahnhof war ein Unglück

16-Jähriger machte sich unter Alkoholeinfluss auf den Weg über die Gleise

Frank-Michael Kiel-Steinkamp

Herford/Löhne. Ein 16-jähriger Jugendlicher aus Löhne ist derjenige, der am frühen Donnerstagmorgen auf den Gleisen nördlich des Herforder Bahnhofs zu Tode gekommen ist. Allerdings handelte es sich, anderes als die Bundespolizei zunächst angenommen hatte, nicht um einen Suizid, sondern um ein tragisches Unglück aus Leichtsinn, bei dem Alkohol im Spiel war. Nach Darstellung der Eltern des Jungen, die sich an die Redaktion gewendet haben, um andere Jugendliche und Eltern zu warnen, hatte ihr Sohn zusammen mit Freunden eine Herforder Diskothek besucht. Er hatte Alkohol getrunken, damit aber wenig Erfahrung gehabt. Der Jugendliche musste die Diskothek verlassen, weil er offensichtlich zu viel getrunken hatte, und ging mit seinen Freunden zum Bahnhof. Hier blieb er allein zurück, als die Freunde ein verloren gegangenes Portemonnaie suchen wollten. Der 16-Jährige hat sich dann, so vermutet der Vater, zu Fuß über die Gleise auf den Heimweg gemacht und wurde vom Zug erfasst. Die Eltern appellieren allgemein an die Gastronomen, mehr Verantwortung für Jugendliche unter ihren Gästen zu übernehmen, die auf Grund von Alkoholeinfluss hilflos sind.

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