Löhne 90 Musiker reißen das Publikum von den Stühlen

Das Konzert Musikart in der Werretalhalle begeisterte. Das Stadtmusikkorps, das Mittelstufenblasorchester des Gymnasiums, die Tänzerinnen der Ballettschule Iris Witte und Hardy Witte sorgen für einen begeisternden Konzertnachmittag

Kim Strathmann

Löhne. Am Ende hielt es das Publikum nicht mehr auf den Stühlen. Mit Standing Ovations wurden die rund 90 Musiker vom Publikum verabschiedet. Die Premiere von Musikart ist zu hundert Prozent gelungen und verlangt nach einer Zugabe im nächsten Jahr. Mit Skyfall, einem Hit der britischen Sängerin Adele aus dem gleichnamigen James-Bond-Film, endete ein furioser Konzertnachmittag. Bestens aufgelegt zeigten sich die Musikerinnen und Musiker. „Wir wollten es noch mal wissen hatte Dirigent und Moderator Gerhard Sowa zu Beginn des Konzerts gesagt." Er spielt darauf an, dass das Musikkorps kurz vor der Auflösung stand. Nach dem Neustart kann man sagen, die intensive Probenarbeit hat sich gelohnt. Souverän und mit bestem Timing wurden Klassiker wie „Tequila" oder „Besame mucho" gespielt. Bei Tequila kam es zum ersten Stimmungshöhepunkt des Konzerts. Die Zuschauer ließen sich nur kurz bitten aufzustehen und klatschten kräftig im Takt. Hardy Witte interpretiert Frank Sinatra Mit Hardy Witte hatten sich die Macher einen exzellenten Sänger auf die Bühne geholt. Er überzeugte mit seinem Joe-Cocker-Medley. Bei Unchain My Heart waren nicht nur die Bewegungen denen von Cocker auf der Bühne sehr ähnlich. Nach der Pause hatte Witte sich umgezogen und interpretierte „New York" von Frank Sinatra. Die Orchesterklassen des Gymnasiums sind eine besondere Perle im Löhner Kulturleben. Teile von ihnen beeindruckten als Mittelstufenblasorchester nach der Pause das Publikum. Ob beim Michael-Jackson-Medley oder Lady Madonna von den Beatles: Orchesterleiter Christian Tiedemann spornte seine 12- bis 15-jährigen Schüler zu Höchstleistungen an. Und so war auch der Ozzy-Osburne-Klassiker „Crazy Train" bei den jungen oder „Just give me a reason" von Pink bei den Musikern in besten Händen. "Uns gefällt das Programm sehr gut" Nach einem Wechsel spielte wieder das Musikkorps. Einer der Höhepunkte des zweiten Sets des Orchesters war Amorada, das unter anderem durch Ricky King bekannt wurde. Für das tänzerische Element sorgte „Celtic Spirit" von der Tanzschule Iris Witte aus Bad Oeynhausen. Die Tänzerinnen hatte eine Nummer aus dem Bühnen-Erfolg „Lord of the Dance" einstudiert. Um auch hier alle Töne perfekt zu treffen, hatte ein Orchestermitglied eine Röhrenglocke aus einem langen Metallrohr gebaut. Das Publikum war begeistert. Daniela und Lars Oestrich waren sich einig:. „Uns gefällt das Programm sehr gut, die Songs sprechen die breite Masse an", erzählt Daniela Oestrich. Eine weitere begeisterte Zuschauerin war Christel Kröger. „Die Stimmung. ist toll. Außerdem spielt meine Enkelin hier Saxofon", sagte sie. Die erste Auflage von Musikart war ein voller Erfolg. Es wäre schön, wenn im Jahr nächsten Jahr Musikart Teil 2 die Zuschauer von den Stühlen reist. Das musikalische Potenzial dafür ist da. Das haben alle Musiker eindrucksvoll bewiesen.

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