Die Grundschule Gohfeld möchte die Anzahl der Plätze im Offenen Ganztag aufstocken. - © Susanne Barth
Die Grundschule Gohfeld möchte die Anzahl der Plätze im Offenen Ganztag aufstocken. | © Susanne Barth

Löhne Grundschule Gohfeld braucht mehr Plätze im Offenen Ganztag

Rat entscheidet: Schon jetzt ist die Betreuung überbelegt. Es fehlen mindestens zehn Plätze

Susanne Barth

Löhne. Wenn beide Elternteile berufstätig sind, wird ein Platz im Offenen Ganztag (OGS) häufig nachgefragt. Das trifft auch auf Alleinerziehende zu. Deutlich wird das bei einem Antrag von Christiane Röder. Sie ist die Schulleiterin der Grundschule Gohfeld und möchte die OGS-Plätze erhöhen. Über die Erweiterung einer halben Gruppe zum nächsten Schuljahr, stimmt der Rat in der nächsten Sitzung am 3. Februar ab. 56 Erstklässler sind für das kommenden Schuljahr angemeldet. Röder hat bereits von Eltern von 22 Kinder schriftlich vorliegen, dass sie Bedarf an einem OGS-Platz haben. Zwar werden zum Schuljahresende elf Plätze frei, doch das reiche hinten und vorne nicht. Denn schon jetzt ist der Offene Ganztag überbelegt. 37 Plätze gibt es. Aufgeteilt sind sie in anderthalb Gruppen. Aktuell ist die OGS mit 43 Kindern überbelegt. „Es ergibt sich somit ein Bedarf an mindesten zehn zusätzlichen OGS-Plätzen", schreibt Röder an das Jugendamt der Stadt. Außerdem sei nicht zu erwarten, dass die Nachfrage sinken wird. Ab 2016/17 wird die Grundschule Schule des Gemeinsamen Lernens. „Darauf muss unbedingt geachtet werden", so Röder. Der Schule können dann noch Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf zugewiesen werden. Und auch die Flüchtlingssituation dürfe nicht außer acht gelassen werden. Mit einer möglichen Erweiterung wären Kosten verbunden. Für die Ausstattung der Gruppe werden einmalig rund 4.000 Euro benötigt. Damit könnten Tische, Stühle, Tornisterfächer sowie Geschirr neu angeschafft werden. "Aufnahme von 50 Kindern ist gerade noch akzeptabel" Ab August diesen Jahres würde außerdem eine weitere Erzieherin mit 30 Stunden in der Woche angestellt werden. Kostenpunkt im Jahr: 38.000 Euro. 2016 werden wegen des verkürzten Anstellungszeitraums nur gut 15.833 Euro beantragt. Da nicht abzusehen ist, ob der Bedarf langfristig gegeben ist, ist die Stelle zunächst bis zum Schuljahr 2019/2020 befristet. In 2016 muss somit insgesamt mit 20.153 Euro zusätzlichem Aufwand gerechnet werden. Die Summe teilt sich wie folgt auf: Personalkosten, Ausstattung, und Pädagogische Mittel. Dem Aufwand stehen Landesmittel (5.305 Euro) sowie Elternbeiträge (3.185 Euro) gegenüber. Die Mehrbelastung beträgt somit gut 11.663 Euro, für ein volles Haushaltsjahr 18.901 Euro. Bauliche Veränderungen müssten nicht geschaffen werden. „Durch eine räumliche Umstrukturierung ist die Aufnahme von 50 Kindern gerade noch akzeptabel", steht im Antrag an den Rat geschrieben. Bisher bestehe noch die temporär für sechs Jahre angelegte Containerlösung. Diese wurde im Schuljahr 2013/14 geschaffen, da damals die räumlichen Kapazitäten der Schule ausgeschöpft waren. Den Bedarf von OGS-Plätzen können andere Löhner Grundschulen nicht auffangen. Auch dort sind die Plätze weitestgehend ausgeschöpft. „Mit der zuletzt im vergangenen Jahr getroffenen Entscheidung über den OGS-Ausbau in Löhne-Melbergen und Obernbeck liegt Löhne bei 27,33 Prozent leicht über der definierten Bedarfsdeckungsquote von 20 bis 25 Prozent." Sollte der Rat der Erweiterung in Gohfeld zustimmen, erhöht sie sich auf 28,19 Prozent.

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