Löhne Aus Treibholz wird Wittekind

Löhner Möbellabel hat seinen Namen geändert

Löhne (nw). Beim Löhner Möbellabel Treibholz stand zum Jahresende ein Namenswechsel an. Aus rechtlichen Gründen muss das Unternehmen nach vier Jahren umfirmieren, denn ein weiterer Anbieter aus der Möbelbranche konnte hier ältere Namensrechte geltend machen. Unter dem Namen Wittekind haben die drei Gründer Thorsten Keller, Christian Wählen und Thomas Kilian ab 2014 die Produktion von Lounge- und Gartenmöbeln fortgesetzt und weitere Holzmöbel in ihr Sortiment aufgenommen.

Mit "aufgemöbelter" Website und voller Tatendrang war die bisherige Treibholz Möbel UG (haftungsbeschränkt) Anfang des Jahres in die vierte Gartenmöbel-Saison gestartet. Seit 2010 produziert das Label am Standort Löhne Loungemöbel, Terrassenmöbel und Gastromöbel aus gebrauchtem Holz und vermarktet diese über die eigene Internetseite. Alle Möbel werden jeweils nach Auftragseingang handwerklich gefertigt und per Spedition geliefert.

Die gestiegene Nachfrage und Beliebtheit hat auch einen Branchenkollegen auf das junge Unternehmen aufmerksam gemacht, der ältere Namensrechte zur Produktion und zum Vertrieb von Möbeln geltend machte. "Als wir die Nachricht erhielten, war das für uns wie ein Schock", berichtet Thorsten Keller, der vor einigen Jahren die Idee zur Gründung des Unternehmens hatte.

"Zusammen mit Thomas Kilian habe ich dann dem Kollegen einen persönlichen Besuch abgestattet, um über die Möglichkeit einer weiteren Nutzung des Namens zu beraten, zumal wir ja vier Jahre lang friedlich nebeneinander existiert haben, ohne uns in die Quere gekommen zu sein. Doch im Gespräch wurde auch uns schnell klar, dass die Namensgleichheit bei der weiteren Entwicklung unserer Unternehmen irgendwann zu Problemen führen könnte."

Die drei Gründer haben sich daher entschieden, sich gar nicht erst auf einen möglichen Rechtsstreit einzulassen, sondern ihre Zeit und Energie in die kreative Namensfindung gesteckt. Der deutliche Bezug des neuen Labels zum "Wittekindskreis" Herford, in dem das Unternehmen seine Heimat hat, ist bewusst gewählt; schließlich ist die gesamte Region Ostwestfalen-Lippe ein wichtiges Zentrum der Küchen- und Möbelindustrie. Darüber hinaus leitet sich Wittekind vom altsächsischen Widukind ab, was übersetzt passenderweise so viel wie Holz- oder Waldkind bedeutet.

"So wie der Wald sehr viele Geschichten erzählt, haben auch unsere Möbel schon eine Menge erlebt", sagt Kilian, der mit seiner Agentur für die Vermarktung im Internet zuständig ist. "In unserer Möbelmanufaktur kommt gebrauchtes Holz zum Einsatz, das jahrelang Wind und Wetter trotzen musste. Wir geben den Fichtenbrettern eine neue Bestimmung - in Form von Loungemöbeln für den Garten, auf der Terrasse oder im Außenbereich von Restaurants, Bars und Kneipen."

´ Nähere Infos unter der Homepage:

www.wittekind-moebel.de

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