Geschäftsführer: Michael Ruprecht (l.) und Jan Ottensmeyer empfingen die Gäste. - © Dirk Windmöller
Geschäftsführer: Michael Ruprecht (l.) und Jan Ottensmeyer empfingen die Gäste. | © Dirk Windmöller

Löhne Agoform wird 90 Jahre alt

Party mit den Mitarbeitern: In einer neuen Halle, die an Gewerbestraße gerade entsteht wird mit rund 200 Gästen gefeiert. In diesem Jahr investiert das Unternehmen rund vier Millionen Euro. Die Geschäfte laufen gut

Dirk Windmöller

Löhne. Am Eingang verteilen die Chefs an jeden Gast einen Satz Trommelstöcke. Noch verraten Jan Ottensmeyer und Michael Ruprecht nicht, wozu diese Stöcke gebraucht werden. Das macht nichts, getrommelt wird später. Gefeiert wird aber den ganzen Abend. Das Unternehmen lud Mitarbeiter und Geschäftspartner zum 90. Geburtstag von Agoform ein. „Da haben wir in diesem Jahr ein sehr gutes Timing. Passend zum Firmengeburtstag bauen wir eine neue Produktionshalle“, sagt Jan Ottensmeyer, geschäftsführender Gesellschafter. In dieser Halle, die schon zum größten Teil fertig ist, wird gefeiert. "Ein Dankeschön für den Einsatz der Mitarbeiter" Rund 200 Gäste, die meisten davon Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit ihren Partnern, sind gekommen. „Wir haben uns bewusst entschieden, die Mitarbeiter bei der Feier in den Vordergrund zu stellen. Das soll ein Dankeschön für ihren Einsatz sein“, sagt Ottensmeyer. Es gibt Live Musik und Illusionist Philo Kotnik sorgt mit seinen Tricks für Staunen. Erstaunlich ist auch die Entwicklung des Unternehmens. 1928 wurde Agoform gegründet und wird jetzt in dritter Generation als Familienbetrieb geführt. Ob die vierte Generation übernimmt, ist noch offen. „Meine Töchter sind neun und zwölf Jahre alt. Die haben noch viel Zeit, sich zu entscheiden. Die Wahl möchte ich ihnen zugestehen. Ich konnte damals auch frei entscheiden“, sagt Jan Ottensmeyer. "Drei bis fünf Prozent Umsatzwachstum" Die Gohfelder sind Europas größter Hersteller passgenauer thermogeformter Schubkasteneinsätze. Mit 160 Mitarbeitern wurde im Jahr 2017 ein Umsatz von 30 Millionen Euro erwirtschaftet. „In diesem Jahr kalkulieren wir mit einem Umsatzwachstum von drei bis fünf Prozent“, sagt Geschäftsführer Michael Ruprecht. Für das Wachstum braucht es auch Platz für den entsprechenden Ausbau der Produktion. Rund vier Millionen Euro werden in die neue Halle investiert, die eine Fläche von 1.500 Quadratmetern umfasst. Mittlerweile hat Agoform vier Standorte an der Gewerbestraße in Gohfeld. „Zum Glück haben wir hier noch Platz für weitere Expansion“, sagt Ruprecht. Der Wirtschaftsboom sorgt auch bei Agoform für volle Auftragsbücher. „Wir haben in den letzten Jahren mehrfach unsere Produktionskapazitäten ausgebaut, so dass wir keine Lieferengpässe haben“, so Ruprecht. Das Unternehmen ist international aufgestellt. Rund 50 Prozent der Produkte gehen in den Export. „Das macht uns unabhängiger von der Konjunktur in Deutschland.“ Starke Wachstumsmärkte seien zurzeit USA und Südamerika. „Trotz Brexit wächst auch England sehr stark.“ "Wichtig ist das Thema Ausbildung" Auch Agoform fällt es nicht leicht, Mitarbeiter zu finden. „Umso wichtiger ist bei uns das Thema Ausbildung“, sagt Ruprecht. Elf Azubis im kaufmännischen und gewerblichen Bereich haben nach der Lehre entsprechend gute Perspektiven. Um den guten Klang geht es beim Einsatz der Trommelstöcke auf der Party. Für ungeahnte Töne sorgen die Mitarbeiter, die von Coaches angeleitet werden, als sie auf den Kunststoffprodukten von Agoform trommeln.

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