Rettungskräfte am Unfallort. - © Ralf Bröenhorst
Rettungskräfte am Unfallort. | © Ralf Bröenhorst

Löhne Vater und Tochter in Löhne überfahren: Polizei schließt Absicht aus

Mann und Tochter (7) waren bei dem Unfall schwer verletzt worden

Susanne Barth

Löhne. Der schwere Autounfall in Löhne, bei dem ein Vater und seine Tochter am Montag schwer verletzt worden sind, hatte nach Einschätzung der Polizei keinen kriminellen Hintergrund. „Es handelte sich um ein tragisches Unglück, es war ein Unfall", sagt Polizeisprecher Steven Haydon am Dienstagmorgen. Der Vater (33) war um 7.35 Uhr mit seiner Tochter (7) auf dem Weg zur Grundschule, als sie von einem Auto angefahren worden sind. Der 63-jährige Löhner hatte die Fußgänger, der Vater hatte ein Rad dabei, zunächst beim Abbiegen übersehen und überfahren. Der Fahrer habe dann laut Polizei "reflexartig" den Rückwärtsgang eingelegt, als er merkte, dass er über etwas drüber gefahren ist.  Dabei habe er mindestens einen der Beiden ein weiteres Mal erfasst. „Der überfahrene Mann hatte, wie es scheint, unter dem Wagen gelegen, deshalb musste der Fahrer zurücksetzen", sagt der Polizeisprecher, der sowohl eine Straftat als auch eine Beziehungstat ausschließt. Auch das Fahrrad soll sich mit dem Auto verkeilt haben. Unfallopfer sind noch im Krankenhaus Der Fall ist für die Polizei aber noch nicht abgeschlossen. Haydon: "Jetzt fängt die Ermittlungsarbeit erst richtig an." Denn eine fahrlässige Körperverletzung stehe dennoch im Raum. Eine Verkehrsunfallanzeige werde gefertigt. Der 33 Jahre alte Fußgänger und das siebenjährige Mädchen waren schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzt worden. Nach Informationen der Polizei befinden sich beide noch im Krankenhaus. Befragt wurden sie zum Unfall noch nicht. Haydon: "Der Opferschutz steht für uns ganz oben. Heute nehmen die Ermittler Kontakt mit der Familie sowie den behandelnden Ärzten und den Opfern selbst auf."

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