Die Investorenwiese: Noch eine Lücke gibt es auf dem Grundstück. Im Hintergrund ist das Gebäude des Brillenmachers zu sehen. - © Ulf Hanke
Die Investorenwiese: Noch eine Lücke gibt es auf dem Grundstück. Im Hintergrund ist das Gebäude des Brillenmachers zu sehen. | © Ulf Hanke

Löhne Schwierige Suche nach Mietern

Baulücke auf der Investorenwiese: Woolworth ist weiterhin interessiert. Die Vermarktung der Obergeschosse ist kompliziert. Mehrfach sind Interessenten abgesprungen

Löhne (indi). Das letzte freie Stück der Investorenwiese ist beliebt. Beliebt bei Werbeträgern, die dort mit Plakatwänden auf ihre Unternehmen oder Verstaltungen hinweisen. Und auch wenn auf diese Weise ein paar Euro in die Stadtkasse fließen: Ulrich Niemeyer, Chef des Amtes für Stadtentwicklung, würde auf diese Einnahmen gerne verzichten. Lieber heute als morgen würde er verkünden, dass das Konzept für die Bebauung der Fläche steht. Doch noch hakt es. Wie von der NW exklusiv berichtet, ist das Handelsunternehmen Woolworth daran interessiert, ein kleines Kaufhaus im Erdgeschoss eines möglichen Neubaus zu errichten. „Die Gespräche mit Woolworth laufen weiter, wir müssen uns aber auf ein Gesamtkonzept einigen“, so Niemeyer. "Bauliches Konzept ist nicht verhandelbar" Entscheidend sei, dass auch Mieter für die die beiden Obergeschosse des zweigeschossigen Baukörpers gefunden werden. Das zweite Geschoss soll nach den aktuellen Planungen als Staffelgeschoss etwas kleiner sein. Das neue Gebäude muss sich in die Bebauung optisch einfügen. Es sollte zum Nachbargebäude passen, das dem Brillenmacher gehört und auch die Gestaltung der Musikschule auf der anderen Seite muss berücksichtigt werden. Ein eingeschossiger Bau sei deshalb undenkbar. „Dieses bauliche Konzept ist nicht verhandelbar“, sagt Niemeyer. Weil sich auch die Suche nach Mietern für das Erdgeschoss in den vergangenen Jahren nicht einfach gestaltet hat, sind auch schon feste Interessenten für Flächen in den Obergeschossen abgesprungen. Zum Beispiel die Internistin Beate Penz. Sie wäre schon vor Jahren gerne in das Gebäude gezogen, wenn es dann schon gebaut worden wäre. Längst hat sie diesen Plan aufgegeben und ihre Praxis in der Friedrichstraße. Nach Angaben von Niemeyer führt ein Projektentwickler Gespräche mit verschiedenen Interessenten. Auch die Ansiedlung von Arztpraxen sei weiterhin im Gespräch. Wie weit diese Gespräche sind, ist unklar. Niemeyer betont: „80 Prozent der Flächen müssen belegt sein. Wenn das soweit ist, dann muss dem Rat ein Konzept vorgelegt werden.“

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