Die Städtische Realschule: Hier gibt es deutlich mehr Anmeldungen als Plätze für die Schüler. - © Dirk Windmöller
Die Städtische Realschule: Hier gibt es deutlich mehr Anmeldungen als Plätze für die Schüler. | © Dirk Windmöller

Löhne Bildung von drei Klassen wird geprüft

Städtische Realschule: Die Stadt hat die Bezirksregierung bereits eingeschaltet

Dirk Windmöller

Löhne. Die Städtische Realschule erlebt einen Anmeldeboom für das nächste Schuljahr. An der Schule gab es in den letzten Jahren zwei Eingangsklassen, das ist auch für das Schuljahr 2018/19 so vorgesehen. Das bedeutet, dass maximal 60 Schüler von der Grundschule auf die Städtische Realschule wechseln können. Es liegen allerdings schon mehr als 80 Anmeldungen vor. Eine Elterninitiative fordert die Einrichtung einer dritten Eingangsklasse und hat sich an den Bürgermeister und die Parteien gewandt. „Wir haben am Montag Gespräche mit den Schulleitern der weiterführenden Schulen geführt und sind bemüht, eine gute Lösung zu finden“, sagt Schuldezernentin Beatrix Becker. Grundsätzlich wäre die Einrichtung einer dritten Eingangsklasse möglich. Die räumlichen Voraussetzungen seien gegeben. Die Verwaltung will jetzt prüfen, ob es sinnvoll ist, einen entsprechenden Antrag bei der Bezirksregierung zu stellen. „Die Stadt Löhne hat bereits Kontakt zu uns aufgenommen und es wurden erste Gespräche geführt“, sagt Andreas Moseke, Sprecher der Bezirksregierung. Der Bedarf sei nachweislich gegeben Mit Blick auf die hohen Anmeldezahlen sei der Bedarf nachweislich gegeben. Das bedeute jedoch nicht, dass die Bezirksregierung den Antrag automatisch genehmigen würde. „Da muss man genau schauen, ob ein solcher Beschluss rechtlich und organisatorisch tragbar wäre“, so Moseke. Es sei wichtig, dass man die gesamte Schullandschaft in Löhne in diese Bewertung mit einfließen lässt. Es wäre zum Beispiel problematisch, wenn es zwar eine sehr hohe Anmeldezahl an der Realschule geben würde, aber kein vierter Eingangszug an der Bertolt-Brecht-Gesamtschule gebildet werden kann. Die Vierzügigkeit von Gesamtschulen ist vorgeschrieben, weil Platz für Schulwechsler vorhanden sein muss. Außerdem ist für ein gutes Kursangebot in der Oberstufe die Vierzügigkeit erforderlich. Nach Informationen der NW gibt es für das kommende Schuljahr ausreichend Anmeldungen, um vier Eingangsklassen zu bilden. Das könnte die Chancen auf eine Genehmigung erhöhen. Die Bezirksregierung wartet jetzt auf den Antrag der Stadt. Weitere rechtliche Voraussetzung ist ein entsprechender Ratsbeschluss, weil die Stadt der Schulträger ist. „Wichtig ist, dass wir eine einvernehmliche Regelung mit der Bezirksregierung im Sinne der Eltern finden“, sagt Beatrix Becker.

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