Der Spiegel fehlt: Karl-Heinz Isemann steht neben dem Pfahl, an dem der Spiegel hing. - © Dirk Windmöller
Der Spiegel fehlt: Karl-Heinz Isemann steht neben dem Pfahl, an dem der Spiegel hing. | © Dirk Windmöller

Anwohner vermissen Verkehrsspiegel

Am Windmühlenweg: Der Sturm Friederike hat den Spiegel zerstört. Dass ein neuer kommt, ist unwahrscheinlich

Dirk Windmöller

Löhne. Karl-Heinz Isemann steht am Rand des Windmühlenwegs/Ecke Dickendorner Weg. Neben ihm steckt ein Pfahl in der Erde. „Bis vor ein paar Wochen hing an diesem Pfahl ein Spiegel. Er wurde beim Sturm Friederike herunter gerissen“, sagt Isemann. Er hat vor rund 20 Jahren mit anderen Anwohnern dafür gesorgt, dass der Spiegel aufgestellt wurde. „Damals gingen unsere Kinder noch zur Schule.“ Ziel sei seinerzeit gewesen, im Einmündungsbereich des Dickendorner Wegs auf den Windmühlenweg für mehr Verkehrssicherheit zu sorgen. „Beide Straßen sind sehr eng und hier ist eine Menge Verkehr unterwegs“, sagt Isemann. Als weiteres Hindernis komme die Hecke des Eckgrundstücks hinzu. Die erschwere die Sicht. „Da war ein Blick in den Spiegel immer hilfreich.“ Das Hilfsmittel habe sich bewährt, zu Unfällen sei es in all den Jahren nicht gekommen. Er und andere möchten deshalb gerne, dass ein neuer Spiegel angeschafft wird, am besten durch die Stadt. "Die meisten Verkehrsteilnehmer können mit Spiegeln nicht umgehen" Die Chancen, dass es dazu kommt, stehen allerdings nicht gut. „Untersuchungen haben gezeigt, dass die meisten Verkehrsteilnehmer mit Spiegeln nicht umgehen können. Aus diesem Grund stellen wir die auch schon seit vielen Jahren nicht mehr auf“, sagt Ordnungsamtsleiter Wolfgang Greinke. Das Problem sei, dass es oft schwer falle, die Entfernung eines Autos richtig einzuschätzen. „Es gab schon zahlreiche Unfälle, weil sich Autofahrer verschätzt haben.“ Auf den Einsatz von Spiegeln zu verzichten, sei einhellige fachliche Meinung. Greinke geht davon aus, dass der Spiegel auf einem Privatgrundstück steht. „Da gab es damals eine lange Auseinandersetzung“, erinnert er sich. Auf einer städtischen Fläche wäre er auch wohl schon vor 20 Jahren nicht genehmigt worden. Greinke wird überprüfen lassen, ob es überhaupt rechtlich zulässig ist, auf dem Privatgrundstück einen neuen Spiegel zu errichten. Geld werde es dafür von der Stadt sicherlich nicht geben.

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