Saftfasten: Mirjam Fründ hat eine Woche lang keine feste Nahrung zu sich genommen. - © Jemima Wittig
Saftfasten: Mirjam Fründ hat eine Woche lang keine feste Nahrung zu sich genommen. | © Jemima Wittig

Löhne Sieben Tage ohne feste Nahrung

40 Tage ohne Süßes (2): NW Leserin Mirjam Fründ hat unserer fastenden Volontärin erzählt, was ihr das einwöchige Saftfasten gebracht hat. Gegen das Hungergefühl habe ihr das Gespräch mit Gott geholfen

Jemima Wittig

Löhne. Zwei frische Brötchenhälften, ein Rinderpatty, etwas Salat und Mango-Ketchup – Da läuft einem doch das Wasser im Munde zusammen. Doch leider konnte ich meinen Lieblingsburger am vergangenen Wochenende nicht essen. In Ketchup ist nun mal Zucker. Inzwischen verzichte ich seit 17 Tagen auf Industriezucker – oder versuche es zumindest. Zuhause fällt mir das leicht. Ich koche einfach mit frischen Zutaten und süße – wenn überhaupt – mit Honig. Unterwegs ist es schon schwerer. Ich müsste beim Bäcker und im Restaurant jedes Mal fragen, was genau verarbeitet wurde. So habe ich zum Beispiel in der vergangenen Woche ein Brötchen mit Camembert und Rucolasalat gegessen, auf dem auch ein Klecks Preiselbeermarmelade war – mit anschließendem schlechten Gewissen. Trotzdem versuche ich natürlich Lebensmittel zu meiden, in denen offensichtlich Industriezucker ist. Auch bei den Getränken habe ich noch keine gute Lösung gefunden. NW Leserin Mirjam Fründ schrieb mir nach meinem Bericht in der vergangenen Woche, dass ich Tomatensaft probieren solle. Den Vorschlag habe ich natürlich umgesetzt. Da ich aber generell kein Fan von Tomaten bin, musste ich nach einem Glas wieder davon Abstand nehmen. Nach dem sie mir dann bei einem Besuch gezeigt hat, wie viele verschiedene Direktsäfte es aus dem Bioladen ohne Zuckerzusatz gibt, werde ich dort jetzt auch mal vorbei schauen. Fründ hat in der vergangenen Woche zum ersten Mal eine Saft-Fasten-Kur gemacht. Also nur Obst- und Gemüsesafte, Brühe, Wasser oder Tee getrunken. „Ich bin ganz fasziniert davon, wie gut ich damit klar komme", sagt sie. Durch den Verzicht verbringe sie mehr Zeit mit Gott und erledige Besorgungen, die schon lange fällig waren. Beim Durchhalten habe ihr eine Fastengruppe ihrer Gemeinde geholfen. Sie hätten sich über die sozialen Medien ausgetauscht. „Da haben wir Erfahrungen, Ermutigungen und Fragen reingestellt", so Fründ. Am Ende der Woche haben sie dann gemeinsam das Fasten gebrochen. In dieser Woche nimmt sie wieder kleine Mahlzeiten zu sich, um den Magen wieder an feste Nahrung zu gewöhnen- „Weil mir diese Art von Fasten und der damit verbundene sparsamere Umgang mit der Zeit so gut gefallen hat, werde ich in den nächsten Wochen immer mal wieder einen Saftfasten-Tag einlegen", so Fründ. Im September will sie wieder mit der Gruppe eine ganze Woche lang fasten. Fasten Sie auch? Ich freue mich über Ihren Bericht per Mail an jemima.wittig@nw.de

realisiert durch evolver group