Löhne/Bad Oeynhausen Mit Geld vom Land Kultur für Kids fördern

Kulturrucksack: Von März bis November gibt es in Löhne und Bad Oeynhausen zahlreiche Workshops für Kinder. Es wird Hip Hop getanzt, Graffiti gemalt und aus längst Ausrangiertem entstehen Designerstücke

Susanne Barth

Löhne/Bad Oeynhausen. Die Städte Löhne und Bad Oeynhausen haben wieder einen Rucksack voll mit Workshops, Lesungen und Ausflügen gepackt. Etwa 4.200 Kinder und Jugendliche können davon profitieren. Die Angebote, die durch Fördermittel vom Land NRW zustande kommen können, sind für die Zielgruppe der 10- bis 14-Jährigen gedacht. Sie können von März bis November zaubern und Gitarre spielen lernen, aus alten Socken Minimonster gestalten oder erfahren, wie ein Radiosender funktioniert. Der Kulturrucksack bietet mehr als 40 Veranstaltungen. Die Nachbarstädte Löhne und Bad Oeynhausen legen zum fünften Mal das vielseitige Programm vor. Knapp 19.000 Euro hat das Ministerium für Familie, Kinder und Kultur des Landes Nordrhein-Westfalen an die Städte ausgeschüttet, mit denen die künstlerischen und kreativen Fähigkeiten von Kindern und Jugendlichen gefördert werden sollen. Gemeinsam haben das Kinder- und Jugendzentrum Riff sowie die Jugendförderung Bad Oeynhausen das Programm ausgearbeitet.  Hip Hop kommt an Dauerbrenner und natürlich auch in diesem Jahr wieder dabei sind die Angebote Graffiti, Breakdance und Beatboxen im Haus der Jugend der Kurstadt. "Die haben sich bewährt", sagt Jürgen Münch von der Jugendförderung der Stadt. Die Szene rund um Hip Hop kommt bei den Klassen 5 bis 8 offenbar an. Im Jugendzentrum Riff können sie lernen, wie die richtigen Moves zur Bassmusik getanzt werden. Es gibt aber auch die Möglichkeit mit dem Mountainbike Dirtbikestrecken zu testen (3. und 5. April), aus alten Kleidern neue Lieblingsstücke zu erstellen (19. und 26. April sowie 3. Mai), ins Filmmuseum Düsseldorf zu fahren (18. Juli) oder sich beim Stück Aschenputtel als Nachwuchsschauspieler zu versuchen (22. bis 24. Oktober). Ein Highlight ist für Barbara Lübbert vom Riff die Fahrt ins Ludwig Museum Köln. "Hier können die Kinder Pop-Art-Bilder von ihren Stars gestalten." Auch die kreative Arbeit mit dem Recycling-Designer Oliver Schübbe ist was Besonderes. "Vor zwei Jahren war er schon mal hier. Tolle Lampen und Sitzmöbel fürs Riff sind entstanden", sagt Lübbert. Diesmal soll etwas Bleibendes vor den Türen des Jugendzentrums entstehen. "Toll ist dabei, dass die Kids Anregungen bekommen, was man aus alten Dingen alles machen kann", sagt Lübbert. Flyer an den Schulen verteilt In allen weiterführenden Schulen der beiden Städte haben die Organisatoren die Flyer verteilt. Anmeldungen nehmen das Riff in Löhne und das Jugendcafé Sonderfahrt in Bad Oeynhausen ab sofort entgegen. "Wer zuerst kommt, malt zuerst", sagt Lübbert. Fahrten wie zum Radiosender 1live nach Köln seien flott ausgebucht. Der Großteil der Angebote ist kostenlos und es gibt sowohl Einzelveranstaltungen (33) und Gruppenaktivitäten (7). "Hier können Schulklassen, aber auch die Jugendabteilungen von Feuerwehr oder Sportverein mitmachen", sagt Matthias Mawick vom Riff. Ebenfalls können die 10- bis 14-Jährigen die Kulturcard beantragen. "Damit gibt es Vergünstigungen", sagt Mawick. Und zwar nicht nur bei den Angeboten aus der eigenen Stadt. "In viele Museen bekommen Besitzer der Kulturcard und oft auch die ganze Familie einen günstigeren Eintritt." Alle Informationen rund um den Kulturrucksack und das komplette Programm gibt es online unter www.kulturrucksack.nrw.de

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