Freie Fläche: Für den letzten unbebauten Teil der Investorenwiese interessiert sich erneut der Kaufhausbetreiber Woolworth. - © Ulf Hanke
Freie Fläche: Für den letzten unbebauten Teil der Investorenwiese interessiert sich erneut der Kaufhausbetreiber Woolworth. | © Ulf Hanke

Löhne Woolworth möchte ins Löhner Zentrum

Investorenwiese: Das Unternehmen will sein Filialnetz erweitern und ist an der Fläche in der Innenstadt interessiert. In den Obergeschossen wäre Platz für Arztpraxen oder Wohnungen

Dirk Windmöller

Löhne. Für die Bebauung der letzten freien Fläche der Investorenwiese gibt es neue Pläne. Nach Informationen der NW interessiert sich die Einzelhandelskette Woolworth für die Fläche. Das bestätigt Diana Peisert von der Woolworth-Unternehmenskommunikation auf Anfrage. "Wir sind aktuell auf Expansionskurs und planen mittelfristig eine Filialdichte von 500 Kaufhäusern bundesweit. Mit einer Niederlassung in Löhne schließen wir eine Lücke in unserem Filialnetz. Derzeit finden die ersten Gespräche mit Immobilien- und Flächeneigentümern vor Ort statt", so Peisert. Sollte es tatsächlich dazu kommen, dass Woolworth die Fläche bebaut, würde das Unternehmen nur das Erdgeschoss nutzen. Dort würde dann ein kleines Kaufhaus entstehen. "Der Anspruch des Unternehmens ist es Nahversorger für Artikel des täglichen Bedarfs zu sein", steht in der offiziellen Darstellung des Unternehmens. Interessante Ergänzung zum vorhandenen Sortiment der Händler So bietet das Kaufhaus Kurzwaren, Dekorationsartikel, Elektronik, Schreib-, Haushalts- und Spielwaren, Kosmetik und Drogerieartikel, Accessoires, Geschenkartikel, Heimtextilien, Tierzubehör sowie Bekleidung für Damen, Herren und Kinder an. "Im Sortiment finden sich neben hochwertigen Eigenmarken auch bekannte Markenprodukte, ergänzt durch Aktionsprodukte zu günstigen Preisen", so das Unternehmen. Ulrich Niemeyer, Leiter des Amtes für Stadtentwicklung, bestätigt die Gespräche mit Woolworth. "Das könnte eine interessante Ergänzung zum vorhandenen Sortiment der Händler in der Innenstadt sein", sagt er. Aus seiner Sicht hätte ein Kaufhaus seinen Reiz, weil es mehr Menschen in die Stadt locken könnte. Das Unternehmen Woolworth würde nicht selber bauen, sondern einen Investor mitbringen. Weil das Kaufhaus nur im Erdgeschoss seine Fläche haben würde, gäbe es im Obergeschoss weiterhin Platz zum Beispiel für Arztpraxen oder Wohnungen. "Der Bebauungsplan würde das hergeben", sagt Niemeyer. Investoren hatten unrealistische Vorstellungen An der Planung für die Bebauung der Investorenwiese ist auch der Löhner Projektentwickler Wilfried Rominski beteiligt. Die Idee war, auf der Fläche neben dem Brillenmacher ein Ärztehaus zu bauen. Im Erdgeschoss hätten sich eine Apotheke, ein Sanitätshaus und ein Café befinden können. Die Pläne waren weit entwickelt, es hätte auch entsprechende Nutzer gegeben. Bisher war es jedoch nicht möglich, Investoren für die Investorenwiese zu finden. "Zuletzt war ich mit Investoren aus dem Raum Frankfurt im Gespräch. Die hatten völlig unrealistische Vorstellungen, was die möglichen Erlöse betrifft", sagt Rominski. Der Projektentwickler fährt jetzt zweigleisig. Denkbar wäre das Woolworth-Kaufhaus im Erdgeschoss und Arztpraxen in den oberen Stockwerken oder die Nutzung als Ärztehaus, wenn es dafür einen Investor gäbe. Brillenmacher Tim Schütte hat direkt neben der noch freien Fläche gebaut. "Wenn Woolworth unser Nachbar würde, dann kann das für die Innenstadt nur positiv sein", sagt Schütte. Dass Woolworth sich für die Fläche interessiere, spreche ganz grundsätzlich für den Standort. Schütte hat den Umzug aus der Lübbecker Straße nicht bereut. "Das war genau die richtige Entscheidung. Ich freue mich jeden Tag, wenn ich zur Arbeit gehe."

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