Das Team: Nicole Schröder (v. l.), Kathrin Schade, Marlena Jungnitsch, Barbara Cuber, Anke Niemeyer und Meike Ekamp ermöglichen Kindern und Jugendlichen in Löhne gesicherte Zugänge zu Bildung und Teilhabe. - © Susanne Barth
Das Team: Nicole Schröder (v. l.), Kathrin Schade, Marlena Jungnitsch, Barbara Cuber, Anke Niemeyer und Meike Ekamp ermöglichen Kindern und Jugendlichen in Löhne gesicherte Zugänge zu Bildung und Teilhabe. | © Susanne Barth

Löhne Bildung und Teilhabe für alle Kinder soll weiterlaufen

Projekt: Das Jugendamt hat vom 1. August 2016 bis 31. Dezember 2017 Fördermittel in Höhe von 80.000 Euro vom Land NRW bekommen. Die Angebote waren kostenlos

Susanne Barth

Löhne. Nicht jedes Kind hat die gleichen Möglichkeiten. Das fängt in einer ländlich geprägten Stadt wie Löhne schon beim öffentlichen Nahverkehr an. Fast 7.000 Kinder und Jugendliche leben in der Werrestadt. Da die Anzahl der unter 18-Jährigen aus benachteiligten Familien immer mehr steigt und es einen Zuwachs von Flüchtlings- und Migrantenfamilien gibt, haben die bisherigen Unterstützungen nicht mehr ausgereicht. Das Jugendamt beantragte Fördermittel beim Land und konnte damit viel bewegen. 80.000 Euro hat das Projekt "Log In - sei drin!" für etwa anderthalb Jahre erhalten. Damit konnten viele Angebote zur Bildung und Teilhabe realisiert werden. Im jüngsten Jugendhilfeausschuss haben Kathrin Schade und Meike Ekamp vom Jugendamt ein Fazit des Projekts gezogen. Das Ziel war: Jungen und Mädchen zwischen 6 und 17 Jahren gesicherte Zugänge zu Bildung und Teilhabe zu ermöglichen - und zwar in der ganzen Stadt. Vier Bausteine wurden entwickelt, die an Schulen und in Ortsteilen realisiert wurden. "Das war uns wichtig, damit das Angebot in der ganzen Stadt verteilt war", sagt Schade. So fand die Hausaufgabenhilfe direkt in der Schule statt. Das Angebot war kostenlos und jeder konnte ohne Anmeldung teilnehmen. Wöchentlich nutzten es 60 bis 74 Kinder. In der Lernstation ging es um individuelle Förderung. "Die Lehrer konnten uns Schüler vorschlagen", sagt Ekamp und weiter: "Wenn die Kinder durch die Lerngruppe besser in der Schule mitkommen, stärkt das ihr Selbstbewusstsein." Bei der Lernstation machten 196 Kinder mit. Mit den Partizipations-Gruppen, in denen die Kinder mit Spaß die deutsche Sprache erlernten, erreichte das Projekt wöchentlich zwischen 122 und 163 Kinder und Jugendliche. Ebenfalls ein Baustein sind die Inki-Gruppen, die es in Löhne schon seit Jahren gibt. Es handelt sich dabei um ein offenes Angebot für Kinder von sechs bis elf Jahren. Hier gab es im Projektzeitraum wöchentlich den meisten Zuspruch. Zwischen 186 und 247 Kinder machten mit. Für Schade und Ekamp ist das Fazit deutlich: "Die Teilnehmerzahlen zeugen davon, dass eine Weiterführung sehr sinnig ist." Das sieht auch die Verwaltung so. "Im kommenden Haushalt sind 32.000 Euro an Honorarkosten eingeplant", sagte Dezernentin Beatrix Becker im Jugendhilfeausschuss. Das sei zwar weniger als die Fördermittel vom Land, aber "dadurch können wir dennoch ein ähnliches Angebot weiterführen", so Becker.

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