Wasserversorgung gesichert: Mit dem neuen Konzept hofft die Stadt auf ruhigere Zeiten. - © Jens Büttner/dpa
Wasserversorgung gesichert: Mit dem neuen Konzept hofft die Stadt auf ruhigere Zeiten. | © Jens Büttner/dpa

Löhne Wasserverbrauch in Löhne wird sinken

Betriebsausschuss: Das Gremium beschließt einstimmig das Wasserversorgungskonzept der Stadt

Dirk Windmöller

Löhne. Im Sommer 2017 gab es Tage, da hat nicht viel gefehlt und es wäre aus den Löhner Wasserhähnen kein Wasser mehr genommen. Es ist Zufall, dass jetzt im Rahmen der Neufassung des Landeswassergesetzes jede Kommune ein Wasserversorgungskonzept erstellen muss. Allerdings ist es mit Blick auf die Engpässe ein hilfreiches Instrument. Im Betriebsausschuss wurde das Konzept einstimmig verabschiedet. Ziel ist, durch ein Konzept für die Wasserversorgung sicherzustellen, dass Engpässe vermieden werden. Das Löhner Wasser stammt zum größten Teil von "hinterm Berg". Die Werrestadt ist Mitglied des Wasserbeschaffungsverbands am Wiehen (WBV) mit Sitz in Hille. Dort wird aus 21 Brunnen das Wasser entnommen. Durch diese Brunnen werden 99,4 Prozent der Löhner versorgt. Nur 241 Einwohner besorgen sich ihr Wasser aus Hausbrunnen von ihren Grundstücken. "Von diesen 98 bekannten Entnahmestellen sind bei 34 regelmäßig chemische Grenzwertüberschreitungen festzustellen", steht im Konzept. Der Wasserverbrauch in Löhne hat sich zwischen 2005 und 2015 unterschiedlich entwickelt. Der private Verbrauch ist leicht gestiegen, während der gewerbliche deutlich gesunken ist. Im Konzept wird auch eine Prognose bis 2040 gemacht. Auch wegen der sinkenden Bevölkerung wird der Verbrauch zurückgehen. Bis zum Jahr 2030 eher langsam. Ein deutlicher Rückgang wird zwischen 2030 und 2040 erwartet. "Die Wasserabgabe sinkt in den nächsten 25 Jahren um rund 160.000 Kubikmeter", haben die Fachleute errechnet. Das Grundwasser aus Hille ist nach Einschätzung der Experten in den nächsten Jahren nicht gefährdet. "Nur ein Fünftel der Grundwasserneubildung wird genutzt." Probleme könnten mittelfristig möglicherweise eher durch die steigende Nitratbelastung entstehen. Außerdem führte der erhebliche Mehrbedarf der Stadt Bad Oeynhausen in Verbindung mit wenig Regen im Sommer zu Engpässen. Diese sollen unter anderem durch neue Brunnen und zusätzliche Lieferverträge anderer Beschaffungsverbände in Zukunft ausgeschlossen werden. Zurzeit wird geprüft, ob man Wasser von den Stadtwerken Minden und Petershagen beziehen kann. Auch eine Erweiterung des Hochbehälters in Bergkirchen wird erwogen.

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