Neubaugebiet: Links im Bild verläuft die Lübbecker Straße. Rechts neben den zwei Mehrfamilienhäusern könnten drei Stadtvillen entstehen. Insgesamt sollen auf dem Nagelschen Gelände in Mennighüffen 20 Häuser gebaut werden. - © Dirk Windmöller
Neubaugebiet: Links im Bild verläuft die Lübbecker Straße. Rechts neben den zwei Mehrfamilienhäusern könnten drei Stadtvillen entstehen. Insgesamt sollen auf dem Nagelschen Gelände in Mennighüffen 20 Häuser gebaut werden. | © Dirk Windmöller

Löhne Firma Wohnmodul plant das Nagelsche Gelände zu bebauen

Das Unternehmen Wohnmodul aus Enger plant auf der Brachfläche eine Siedlung. An der Lübbecker Straße sollen Mehrfamilienhäuser entstehen

Dirk Windmöller

Löhne. Zwei Versuche hat es bisher gegeben, das Nagelsche Gelände in Mennighüffen zu bebauen. Die sind gescheitert. Besonders bitter war das für Familien, die sich mit der Firma Bade-Immobilien in Steinhude eingelassen hatten. Entgegen aller Zusicherungen kam es nie zum Baubeginn. Bauherren verloren Geld, weil sie Bereitstellungszinsen für Kredite bezahlen mussten, die sie nicht abrufen konnten. Nach Informationen der NW ist das Projekt beim letzten Mal an der mangelhaften Planung und einer zu knappen Kalkulation gescheitert. So soll es zum Beispiel kein Bodengutachten gegeben haben, um die realistischen Kosten für die Erschließungsstraße im Wohngebiet zu ermitteln. Jetzt, im dritten Versuch, soll es endlich gelingen. Die Firma Wohnmodul aus Enger hat das Grundstück gekauft und will dort 20 Häuser bauen. Projektentwickler Robert Bem ist davon überzeugt, dass sich die Grundstücke gut verkaufen lassen. "Wir wollen das Brachland wieder beleben. Obwohl das Baugebiet im Außenbereich liegt, gibt es hier eine sehr gute Infrastruktur", sagt Bem. Die Grundschule liegt nicht weit entfernt und auch bis zum künftigen Fachmarktzentrum ist es nicht weit. Gebaut werden sollen 18 Einfamilienhäuser oder auch Doppelhäuser nach den individuellen Vorstellungen der Bauherren. Drei dieser Häuser, so wünschen es sich die Projektentwickler, sollen zweigeschossige Stadtvillen werden. "Die sind optisch ansprechend und als Haustyp sehr gefragt", sagt Bem. Dazu kommen zwei Mehrfamilienhäuser direkt an der Lübbecker Straße. Noch sind laut Bebauungsplan vier Wohnungen je Haus möglich. Die Planer denken an sechs Wohnungen pro Haus. "Mietraum wird immer fehlen", ist Bem überzeugt. Bevor der erste Stein gemauert wird, steht noch eine Menge Arbeit an. "Wenn unsere Pläne genehmigt werden, dann werden wir frühestens Ende Mai mit der Errichtung der Baustraße beginnen", sagt Projektentwickler Bem. Die Baustraße bildet die Grundlage für die spätere Heinrich-Nagel-Straße, die das neue Wohngebiet erschließen wird. Unter der Straße wird auch die Entwässerung des Areals verlaufen. In diesem Fall hat sich die Stadt als Genehmigungsbehörde gegen ein Rückhaltebecken entschieden. "Unter der Straße wird ein Staukanal verbaut", erklärt Bem. Von dort aus wird das Wasser dann in den Regenwasserkanal unter der Lübbecker Straße kontrolliert eingeleitet. Auf dem Gelände wird es auch eine Menge Erdbewegungen geben. "Der Mutterboden wurde durchgehend abgetragen. Den werden wir in einer Höhe von 20 bis 30 Zentimeter wieder anfüllen, damit auch schöne Gärten entstehen können" sagt Bem. Ausgleichsflächen für die Versiegelung müssen nicht geschaffen werden. "Im Vergleich zu dem Gewerbebau, der hier früher stand, versiegeln wir wesentlich weniger Flächen." Sollten die Pläne von Wohnmodul realisiert werden, ist das Thema Dorfladen zumindest an dieser Stelle endgültig vom Tisch. Ein Ladenlokal war in der vorherigen Planung noch in einem der Gebäude an der Grenze zur Lübbecker Straße vorgesehen. Einen Spielplatz wird es im Neubaugebiet nicht geben, weil einer in der Nähe liegt. Ulrich Niemeyer, Leiter des Amtes für Stadtentwicklung bei der Stadt, unterstützt das Projekt. "Es wäre schön, wenn es zeitnah umgesetzt würde. Die Voraussetzungen für die Genehmigung liegen vor." Vorgestellt werden die Pläne in der nächsten Sitzung des Planungsausschusses am Donnerstag, 22.Februar.

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