Löhne Wie Nistkästen im Winter gereinigt werden

Umwelttipp: Die Expertin von der Stadt, Heike Nolte, erklärt wie es geht und warum Saubermachen nötig ist

Löhne. Um den Höhlenbrütern und Nischenbrütern unter unseren heimischen Vogelarten einen Platz zum Nisten zu bieten, hängen in vielen Löhner Gärten zahlreiche Nistkästen an Bäumen oder Gebäuden. In diesen wachsen jedes Jahr oft mehrere Bruten an Jungvögeln auf. Die beiden Bundesfreiwilligen des Natur- und Umweltbereiches der Stadt sind seit Dezember 2017 in den Stadtteilen unterwegs, um alle städtischen Nistkästen zu reinigen. „Das ist sehr wichtig, denn in den Nestern befinden sich auch die Eier von Vogelparasiten wie Vogelflöhe“, erklärt Expertin Heike Nolte. Wenn diese Blutsauger mit dem Nest im Kasten verbleiben, werden die Jungvögel, welche zuerst federlos sind, regelrecht überfallen und geschwächt. Die Vogeleltern müssen dann deutlich mehr füttern.Nester nicht mit ins Haus nehmen Bei der Nistkastenreinigung reicht es aus, das Nest und auch alle anhaftenden Reste aus dem Nistkasten zu entfernen. Ein Handfeger, Fugenkratzer oder Spachtel können zu Hilfe genommen werden. Mit der Reinigung sollte möglichst erst nach dem ersten Frost begonnen werden, denn dann sind die Schädlinge abgestorben. Nester sollten jedoch nicht als Anschauungsobjekt mit ins Haus genommen werden, da sich die darin befindlichen Eier der Parasiten bei warmen Temperaturen schnell entwickeln können. Die Nistkästen dürfen nicht mit Insektiziden behandelt werden, da verlassene Kästen oft von Florfliegen oder Schmetterlingsarten als Unterschlupf für die kalte Jahreszeit genutzt werden. Im Winter nutzen die Vogelhäuschen aber auch Hasel- und Waldmaus oder sogar der Siebenschläfer.

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