Sprecher: Sven Johanning von Straßen NRW. - © Foto: M. Siegmann
Sprecher: Sven Johanning von Straßen NRW. | © Foto: M. Siegmann

Bünde/Kirchlengern Kreisverkehr Südlengern soll Ende nächster Woche freigegeben werden

Infrastruktur: Der Landesbetrieb Straßen NRW ist mit der Sanierung des Kreisels in Südlengern in Verzug geraten. Die Mitarbeiter hoffen auf gutes Wetter, um ihre neu gesetzte Frist einhalten zu können

Katharina Georgi

Eigentlich sollte der Kreisverkehr in Südlengern schon längst wieder freigegeben worden sein – eigentlich. Denn Straßen NRW hat gleich mit zwei Widrigkeiten zu kämpfen, die vorher nicht abzusehen waren. Wegen des schlechten Wetters konnte nicht betoniert und asphaltiert werden, erklärt Sven Johanning von der Bielefelder Niederlassung der Landesbehörde auf Anfrage der NW. Eine vorherige Umleitung hatte außerdem verhindert, mit den Arbeiten früher im Jahr zu beginnen. Zudem hat ein Spezialbeton nicht gehalten, was der Hersteller versprochen hatte. Der Kreisverkehr, der Südlenger, Else-, Mindener und Hiddenhausener Straße verbindet, bestand bislang aus einem gepflasterten Innenring, der durch Lkw-Verkehr beschädigt wurde. „So baut man Kreisverkehre heute auch nicht mehr", erklärt Johanning. Heutzutage würde der Innenring betoniert. Arbeiter mussten länger warten, als gedacht Der Beton muss allerdings ziemlich lange aushärten, nämlich 28 Tage. „Wir haben in diesem Fall einen Spezialbeton genommen, der die Zeit deutlich unterschreiten sollte", sagt der Sprecher der Landesbehörde. Nur 10 bis 15 Tage sollte die Wartezeit andauern. Leider mussten die Arbeiter dann feststellen: Das Versprechen des Herstellers wurde nicht eingehalten. Der Beton härtete deutlich langsamer aus. So lange der Beton aber nicht ausgehärtet ist, können wichtige Schnitte zum Dehnen des Materials nicht angebracht und auch der Asphalt nicht aufgetragen werden. Denn die Maschinen zum Asphaltieren erzeugen so starke Vibrationen, dass der Beton ohne die Dehnungsschnitte reißen könnte. Also hieß es: warten. Immerhin ist der erste Abschnitt jetzt fertiggestellt und am zweiten wird bereits gearbeitet. „Wenn alles gut läuft, sind wir Ende nächster Woche fertig", hofft Johanning. Wenn denn das Wetter mitspielt. Denn: Der Kreisverkehr darf erst freigegeben werden, wenn alle Markierungen angebracht sind. Die wiederum können erst aufgemalt werden, wenn es trocken ist. „Wir haben uns diese Baustelle anders vorgestellt", sagt Johanning. Hofft aber, dass der neue Zeitplan klappt.

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