Die Straße soll künftig unter den Schienen hergeführt werden. - © Andreas G.-Mantler
Die Straße soll künftig unter den Schienen hergeführt werden. | © Andreas G.-Mantler

Kirchlengern Ausschuss stimmt Planungsvariante für Bahnunterführung zu

Lübbecker Straße: Erstmals wurden auch Kosten für die Gemeinde benannt

Katharina Georgi

Von einem „historischen Moment" wollte Fachbereichsleiter Karl-Heinz Saße in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Planung, Straßen und Verkehr zwar nicht sprechen, aber ein „Meilenstein" sei die geplante Unterführung der Bahnschienen an der Lübbecker Straße dann doch. Damit die Gemeinde treibender Motor des Projektes bleibt, legten sich die Mitglieder des Ausschusses jetzt einstimmig auf eine favorisierte Variante fest. Der Rat muss dem am kommenden Donnerstag, 14. Dezember, noch zustimmen. Nach dem Willen und der Empfehlung dieses Ausschusses soll vom Land die Variante 3a umgesetzt werden. Sie ist nicht nur die kostengünstigste (knapp 12 Millionen Euro), sondern auch die Variante aus vormals vier Möglichkeiten, die sich am besten umsetzen lässt. „Sie entspricht im Grunde genommen dem heutigen Straßenverlauf", fasste Saße noch einmal zusammen. Nur südlich der Schienen wird sie leicht versetzt, damit Straße und Gleise sich in einem optimalen Winkel kreuzen. Wenn das Projekt wie geplant weiter verläuft, könnte im nächsten Jahr das Planverfahren beginnen. Das wiederum wird vermutlich ebenfalls ein Jahr dauern. „Anfang 2019 könnte dann bei der Bezirksregierung der Antrag für die Genehmigungen gestellt werden", skizzierte Saße den weiteren Verlauf. Es sei wichtig, dass die Gemeinde das Verfahren bis dahin optimal begleitet, damit es weiterhin zügig voran geht. „Einen Wermutstropfen habe ich aber doch", sagte der Fachbereichsleiter. Die Gemeinde wird nach jetzigem Planungsstand etwa 450.000 oder 500.000 Euro übernehmen müssen. „Diese Maßnahme unterliegt dem Eisenbahnkreuzungsgesetz", erklärte er. Darin sind die Kosten genau geregelt: Ein Drittel zahlt das Land, ein Drittel der Bund und ein Drittel die Deutsche Bahn. Die Gemeinde muss einen Anteil an den Kosten des Landes tragen, und zwar anteilig gemessen an der Breite des Gehweges in Bezug auf die Gesamtbreite. In diesem Fall rechnen die Planer derzeit mit einem Standardgehweg von zwei Meter Breite, die Gesamtbreite liegt bei 15 Metern. Daraus ergibt sich die Zahl von 450.000 bis 500.000 Euro. „Die Zahl wird sich noch konkretisieren", so Saße. Grüne, SPD und CDU bezweifelten zwar, dass die Kosten am Ende nicht doch höher liegen werden, stimmten aber dennoch zu.

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