Stark befahren: Die Straße "Im Obrock" wird an bestimmten Tagen von bis zu 2.500 Fahrzeugen genutzt. Das ist ein Ärgernis für die Anwohner, die in den vergangenen drei Jahren Beschwerden bei der Stadt eingereicht haben. - © GERALD DUNKEL
Stark befahren: Die Straße "Im Obrock" wird an bestimmten Tagen von bis zu 2.500 Fahrzeugen genutzt. Das ist ein Ärgernis für die Anwohner, die in den vergangenen drei Jahren Beschwerden bei der Stadt eingereicht haben. | © GERALD DUNKEL

Bünde Im Obrock: Abkürzung bleibt weiter befahrbar

Die Verkehrsausschüsse in Bünde und Kirchlengern wollen die Straße für den Verkehr nicht sperren. Beschwerden von Anwohnern liegen vor

Gerald Dunkel

Bünde. Seit drei Jahren liegen der Stadt Bünde laut einem Papier für den Verkehrsausschuss "eklatante Beschwerden über die verkehrsmäßigen Zustände der Straße ?Im Obrock? vor." Wie es darin weiter heißt, werde die Straße "in erheblichem Umfang als Schleichweg von und nach Kirchlengern genutzt". An bestimmten Tagen wurden dort bis zu 2.500 Fahrzeuge gezählt. Aufgrund der Beschwerden kam aus der Bünder Stadtverwaltung der Vorschlag, die Straße vorübergehend abzubinden - also für den allgemeinen Verkehr zu sperren. Eine komplette Abbindung bezeichnete Gerd Elbers (SPD) im Ausschuss aber als "unmöglich". Schwerlastverkehr zum Abtransport von Feldfrüchten oder auch für die Lieferung von Heizöl müssten nach wie vor möglich sein, so Elbers, der weiter vorschlug, bauliche Vorrichtungen zu schaffen, die die Strecke für den "normalen Pkw-Verkehr uninteressant machen und die ihn auf die Interkommunale Entlastungsstraße lenken". Auch Martin Schuster (CDU) hielt im Ausschuss eine komplette Abbindung für "nicht sinnvoll". Schuster wandte aber ein, dass die "verkehrliche Sicherheit in dem Bereich erhöht werden muss". Piktogramme, die auf die Straße aufgebracht werden, sollen gerade in dem Bereich der Rechts-vor-Links-Kreuzungen gut für Autofahrer sichtbar sein und ihnen Gefahrenstellen aufzeigen. Heinz-Georg Beneke (CDU) erinnerte an einen vor Jahren gefassten Beschluss, generell keine Straßen mehr abzubinden. Die Stadtverwaltung soll nun prüfen, welche Maßnahmen in dem Bereich zu einer Verkehrsberuhigung führen könnten.

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