Große Freude: Jörg Fieseler wird zum neuen Kaiser der Schützen ausgerufen. - © Lena Henning
Große Freude: Jörg Fieseler wird zum neuen Kaiser der Schützen ausgerufen. | © Lena Henning

Kirchlengern Jörg Fieseler ist neuer Schützenkönig in Kirchlengern

Königsschießen: Der 39-Jährige ist neuer Kaiser der Schützengesellschaft Kirchlengern 1927. Zur Kaiserin wählte er seine Frau Diana

Lena Henning

Kirchlengern. "Einen König konnten wir in diesem Jahr leider nicht finden", verkündete Eckhard Nordsieck, Präsident der Schützengesellschaft Kirchlengern. Kurz herrschte Verwunderung in der ganz in grün und weiß geschmückten Sporthalle der Grundschule Kirchlengern, als die Proklamation des neuen Schützenkönigs auf dem Programm stand. Das Rätsel war schnell gelöst: Nach 2003 hat Jörg Fieseler zum bereits zum zweiten Mal das Königsschießen gewonnen. Damit ist er nach den Regularien der Schützen aus Kirchlengern neuer Kaiser. "Eine große Ehre", sagt der frisch Gekürte. Jörg Fieseler ist seit 1988 Mitglied in der Schützengesellschaft Kirchlengern. Er schätzt den Zusammenhalt - "und das Feiern natürlich". Neue Königin beziehungsweise Kaiserin wird seine Frau Diana. Die beiden verbindet die Leidenschaft fürs Schützenwesen - sie haben sich auf dem Schützenfest in Ennigloh kennengelernt. Statt auf den Vogel schießen die Schützen in Kirchlengern schon seit vielen Jahren mit einem Lichtpunktgewehr (Scatt-Gewehr) auf Ringe. 27 Schützen traten zum Königsschießen an, feierlich eröffnet von Bürgermeister Rüdiger Meier. Mit 20 Ringen hat sich Jörg Fieseler im zweiten Stechen als bester Schütze gegen die Konkurrenz durchgesetzt. Den Königstitel knapp verpasst hat Präsident Eckhard Nordsieck, der als zweitbester Schütze mit dem Pokal des neuen Ehrenpräsidenten Herwig Tödtmann ausgezeichnet. wurde. Ihm folgen Elmar Bock (Königspokal) und Stefan Tödtmann (Pokal des Sportleiters). Bierkönig wurde Sebastian Nordsieck, Sektkönigin ist Daniela Tödtmann. Den Pokal im Gästeschießen gewann Kevin Schubert und Hans-Dieter Ortmann freute sich über den Spielmannszugpokal. Mit dem Ausschießen des neuen Kaisers endet auch die Regentschaft des bisherigen Königs und seines Hofstaats. Stefan Brinkmeier, sichtlich gerührt, wurde zum Ende seiner Amtszeit zum Leutnant befördert. Zuletzt eingeschränkt durch eine Knieoperation, habe der König "sich stets aufgeopfert für das Amt", lobte der Präsident.

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