Kirchlengern Neue Jugendschützenkönigin gekürt

Schützengesellschaft Kirchlengern: Dreitägige Feier begeistert die Besucher. Heute noch Königsschießen

Myriam Domke-Feiner

Kirchlengern. Aus den Boxen tönt der Song: „Schützenfest feiern – jedes Jahr drei Tage lang". Es ist Sonntagnachmittag und viele Kinder toben durch die Turnhalle der Grundschule Kirchlengern. An den Tischen gibt es verschiedene Bastel- und Spielangebote – schöne Sachpreise warten auf die jungen Besucher. Zuckerwatte, Luftballontiere und Ponyreiten werden gratis angeboten. Die Schützengesellschaft Kirchlengern feiert ihr großes Schützenfest. Dabei hat sie besonders die Kinder im Blick. Nicht ganz uneigennützig, wie Präsident Eckhard Nordsieck zugibt: „Wir haben – wie viele Vereine – Nachwuchsprobleme. Wenn die Eltern nun mit den Kindern zu unserem Schützenfest kommen und dabei feststellen, dass wir ein familiärer Verein sind, dann ist das für uns eine gute Werbung." Der Plan ging offensichtlich auf. Viele Familien verbrachten den Sonntagnachmittag in und um die Sporthalle und nahmen die Angebote gerne an. Auch sportlich gesehen stand der Sonntag im Zeichen der Jugend. In einem eigens dafür abgetrennten Bereich wurde der Jugendschützenkönig per Lichtpunkt-Gewehr (Scatt-Gewehr) ausgeschossen. Melanie Bobrowski konnte sich dabei knapp durchsetzen. Präsident Nordsieck überreichte ihr die Jugendkönigskette, Jugendleiter Sven Amann steckte der Schülerin ein silbernes Diadem ins Haar. Den zweiten Platz belegte Lea Fieseler, auf Platz drei kam Jannis Tödtmann. Die Feuerwehr Kirchlengern Löschgruppe Ort wurde für die besten Schießergebnisse der Vereine mit dem Siegerpokal gekürt. Mit etwas Abstand belegte die DLRG Ortsgruppe Kirchlengern Platz zwei, knapp dahinter folgte der Dartclub Fire Flights. Die Sieger ließen sich kräftig feiern. Das hatten die noch amtierenden Majestäten am Tag zuvor während des Königsballs auch getan. Schützenkönig Stefan Brinkmeier „der Genüssliche" und seine Königin Renate Schnelle „die Vielfältige" genossen noch die letzten Stunden ihrer Regentenzeit – bis am Montag der neue Schützenkönig Amt und Würden übernimmt. Bei Tanzmusik sowie dem einen oder anderen Bierchen feierten Hofstaat und Delegationen befreundeter Vereine bis in die frühen Morgenstunden. Der König selbst musste sich zurückhalten – er war er durch eine Knieoperation eingeschränkt. Dennoch fiel sein Resümee durchweg positiv aus: „Es war ein supertolles Jahr, dank meines Hofstaates und der gesamten Schützengesellschaft. Ich fühle mich in diesem Verein sehr wohl."

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