Chemische Analyse: Das Wasser wird von Experten einer genauen Prüfung unterzogen. - © Klaus-Dietmar Gabbert/DPA
Chemische Analyse: Das Wasser wird von Experten einer genauen Prüfung unterzogen. | © Klaus-Dietmar Gabbert/DPA

Kirchlengern Wie gut das Wasser wirklich ist

Am kommenden Samstag können die Menschen aus Kirchlengern ihr Wasser testen lassen. Dazu braucht es nicht viel, nicht einmal einen Liter Wasser

Kirchlengern. Die Arbeitsgruppe für Umwelttoxikologie e.V. bietet interessierten Bürgern die Möglichkeit zur Wasseranalyse an. Am kommenden Samstag, 3. Dezember, in der Zeit von 11 bis 12 Uhr, untersuchen die Experten im Biologieraum der Erich-Kästner-Gesamtschule, In der Mark 30, das mitgebrachte Wasser. Hausbrunnenbesitzer, so genannte Eigenwasserversorger, können das Wasser vor Ort auf Nitrat und den pH-Wert untersuchen lassen. Aber auch jeder Bürger kann sein Leitungswasser testen lassen. Das Wasser sollte in einer Mineralwasserflasche abgefüllt werden und zuvor einige Zeit aus dem Wasserhahn abgelaufen sein. Es fallen fünf Euro an Gebühren für die Analyse an. Die gesetzlich festgelegten Grenzwerte liegen derzeit für Nitrat bei 50 Milligramm pro Liter (mg/l), für Nitrit bei 0,1 mg/l. Die Nitratbelastung der Böden und des Grundwassers sind eine Folge der Intensivdüngung, vor allem durch Ausbringung von Gülle. Der pH-Wert, also der Säuregrad des Wassers, muss zwischen 6,5 und 9,5 liegen. Zu saures Wasser (pH unter 6,5) greift die Leitungsrohre an und ist in der Lage, Schwermetalle zu lösen, die im Organismus Vergiftungen hervorrufen können. Auf besonderen Wunsch können auch noch andere Stoffe im Rahmen einer Vollanalyse des Trinkwassers gemessen werden, sowie viele Einzelwerte, wie beispielsweise die Wasserhärte. Ihr Wert ist wichtig zur genauen Dosierung des Waschpulvers. Auch auf das für Fische gefährliche Ammonium kann getestet werden. Für diese Messungen wird mindestens eine Menge von 0,75 Liter benötigt. Weiterhin werden auch Bodenanalysen für eine Nährstoffbedarfsermittlung angeboten. Hierzu ist es notwendig, an mehreren Stellen des Gartens Boden auszuheben, so dass insgesamt etwa gut 500 Gramm Boden zur Verfügung stehen. Nähere Informationen über Wasserinhaltsstoffe sowie Umwelt- und Naturschutz sind vor Ort am Samstag, 3. Dezember, vom Veranstalter zu bekommen.

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