Unterschrift für 20 Jahre: WWN-Geschäftsführer Dieter Kaiser (l.) und Bürgermeister Rüdiger Meier unterschreiben den Vertrag. - © Myriam Domke-Feiner
Unterschrift für 20 Jahre: WWN-Geschäftsführer Dieter Kaiser (l.) und Bürgermeister Rüdiger Meier unterschreiben den Vertrag. | © Myriam Domke-Feiner

Kirchlengern Gemeinde Kirchlengern und Westfalen Weser Netz kooperieren

Konzessionsvertrag: Die Gemeinde Kirchlengern und Westfalen Weser Netz finden zusammen. Die Vereinbarung gilt für die kommenden 20 Jahre

Myriam Domke-Feiner

Kirchlengern. Zwei gut gefüllte Aktenordner liegen auf dem Tisch. Vertreter der Gemeinde Kirchlengern sowie des kommunalen Netzbetreibers Westfalen Weser Netz und eine Rechtsanwältin sind ins Rathaus gekommen, um - wie Bürgermeister Rüdiger Meier sagt -, "einen historischen Moment zu begehen". Im Jahr 2013 lief der alte Konzessionsvertrag für Strom aus. Ursprünglich hätte der Folgevertrag im Sommer darauf unterschrieben werden sollen. Änderungen in der Rechtsprechung bezüglich Ausschreibungen und deren Kriterien brachten das Thema immer wieder auf die Agenda von Rat und Verwaltung. Nach zwei weiteren Jahre - und einem regen Schriftverkehr - war es jetzt soweit: Bürgermeister Rüdiger Meier und Dieter Kaiser von der Westfalen Weser Netz GmbH setzten ihre Unterschriften sichtlich zufrieden unter die fertigen Verträge. Den Vertrag zwischen der Gemeinde Kirchlengern und dem kommunalen Netzbetreiber bezeichneten sie als "wichtigen Schritt in die Energiezukunft". Meier erklärte für den Laien, was sich hinter solch einem Vertrag verbirgt: "Der Vertrag legt fest, wer auf öffentlichem Grund und Boden buddeln darf und für die Stromleitungen verantwortlich ist". Beide Vertragspartner haben Vorteile von diesem Abkommen. Die Gemeinde unter anderem durch die vereinbarte Konzessionsabgabe. Das freut nicht nur Stadtkämmerer Stefan Junkermann: "Wir rechnen mit einer Konzessionsabgabe von 655.000 Euro jährlich." Die Westfalen Weser Netz hat sich gegen fünf Mitbewerber im Vergabeverfahren durchgesetzt und ist in Kirchlengern keine Unbekannte. Sie gehört zur Westfalen Weser Energie-Gruppe, an der insgesamt 48 Kommunen und Kreise der Region beteiligt sind. Die Konzession erhielt sie nun für die nächsten 20 Jahre: "Dadurch erhalten beide Vertragspartner eine bestmögliche Planungssicherheit", waren sich alle Beteiligten einig. "Die nachhaltige Investitionspolitik des Unternehmens stellt sicher, dass eine zuverlässige und sichere Versorgung jederzeit gewährleistet ist", sagt Meier zuversichtlich. Zudem stünden bei den Planungen anstehender Bauvorhaben persönliche Ansprechpartner auf kurzem Wege für die Kommune zur Verfügung. Mit der Energieservice Westfalen Weser unterhält die Westfalen Weser Energie-Gruppe einen wichtigen Standort in Kirchlengern, zu dem auch das Gas- und Turbinenkraftwerk gehört. In ihrer Ausbildungswerkstatt wird seit 25 Jahren der technische Nachwuchs für Energieversorgung ausgebildet. Dieter Kaiser, Sprecher der Geschäftsführung der Westfalen Weser Netz, zeigte sich darüber erfreut, dass sein Unternehmen weiter in Kirchlengern tätig sein wird: "Wir sind uns der damit verbundenen Verantwortung bewusst, die wir für die Bürgerinnen und Bürger sowie die Industrie- und Gewerbetreibenden und deren Stromversorgung haben". In aller Einzelheit schriftlich festgehalten sind die Rahmenbedingungen dieser Verantwortung in dem Konzessionsvertrag, der von Meier und Kaiser im Beisein weiterer Verantwortlicher unterschrieben wurde.

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