Kirchlengern Wieder drei Eingangsklassen an der Erich-Kästner-Gesamtschule

Die Anmeldezahlen sind nach dem Tief im vergangenen Jahr wieder gestiegen. Die Verwaltung will weiter für die Schule und den Standort werben

Katharina Georgi

Mit dieser Prognose lag die Verwaltung gerne daneben: Anstatt der erwarteten 40 Schüler wechseln im kommenden Schuljahr doppelt so viele, nämlich 80 Kinder, an die Erich-Kästner-Gesamtschule. „Wir haben eine Übergangsquote von 43 Prozent", sagt Michael Höke, der in der Gemeindeverwaltung für die Schulen zuständig ist. Im vergangenen Sommer hatte die Verwaltung als Schulträger gemeinsam mit Politik und Schulleitung eher sorgenvoll auf die Entwicklung der Schülerzahlen geschaut. Nur 28 Prozent der Viertklässler entschieden sich für den Standort der Gesamtschule in Kirchlengern, es konnten nur zwei Eingangsklassen gebildet werden. Würden sich die Zahlen bei 30 Prozent einpendeln, wäre der Standort in Kirchlengern gefährdet. Dann nämlich, so hieß es im vergangenen Sommer, wären in diesem Jahr nur 40 Schüler an die Erich-Kästner-Gesamtschule gewechselt. „Letzten Sommer waren wir schockiert", sagt Höke. Runder Tisch sollte an Lösungen arbeiten Politik, Lehrer und Eltern fanden sich daher zu einem runden Tisch zusammen. Der wiederum entwickelte Ideen, um sich den Grundschülern und ihren Eltern besser präsentieren zu können. „Wir haben aufgeklärt, unsere Schulform noch einmal präsentiert. Die Lehrer haben ihr Programm auch in den Grundschulen dargestellt", zählt Michael Höke auf. So gab es für die Schüler aus Jahrgang vier sowie für ihre Eltern Gelegenheit, die Gesamtschule kennen zu lernen. Beispielsweise wurden am Tag der offenen Tür im vergangenen November alle interessierten Grundschuleltern und ihre Kinder über die schulischen Konzepte sowie Forder- und Fördermöglichkeiten informiert. Zum Gelingen dieser Informationsveranstaltung trugen neben den Sozialpädagoginnen und dem Lehrerkollegium auch die Elternvertreterinnen maßgeblich bei. „Viele Eltern der kommenden Fünfer betonten bei der Anmeldung die herzliche Grundstimmung sowie das breitgefächerte Informationsangebot an diesem Tag", heißt es von Seiten der Gesamtschule. Kennenlerntag für die neuen Fünftklässler „Wir freuen uns schon auf die neuen Fünftklässler und sind neugierig, mit welchen Ideen, Fähigkeiten und Fertigkeiten sie unser Schulleben bereichern werden", fasst Schulleiterin Antje Stuke die Stimmung der Schulgemeinschaft zusammen. Die Elternvertreterin, Jennifer Sperling-Eickmeier, hat vor allem die „neuen" Eltern im Auge: „Da wir als Elternvertretung die Geschicke der Schule aktiv begleiten, freuen wir uns über jene, die dabei engagiert mitwirken wollen. Alle interessierten Eltern sind zur Mitarbeit eingeladen." Außerdem gab es Schnupperkurse und auch die Grundschullehrer haben gut aufgeklärt, wie Fachbereichsleiter Michael Höke sagt. Klassen werden jetzt gebildet All diese Aktionen zeigen Erfolg: Die Übergangsquote liegt bei 43 Prozent. 80 Schüler haben sich angemeldet, 9 von ihnen kommen aus Löhne, 13 aus Bünde. Damit können wieder drei Eingangsklassen gebildet werden. Die neuen Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 5 und ihre Eltern sind zum Kennenlernnachmittag noch vor den Sommerferien, am 9. Juli, eingeladen. Dort haben die neuen Gesamtschüler Gelegenheit, ihre Klasse, das Klassenleitungsteam und den neuen Klassenraum kennenzulernen, während die Eltern Informationen rund um den Schulstart nach den Sommerferien erhalten. „Jetzt geht es aber erst einmal an die Klassenbildung, bei der möglichst viele Wünsche der Kinder und ihrer Eltern berücksichtigt werden", unterstreicht Stephan Brodehl, zuständiger Abteilungsleiter an der Schule.

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